Viktoria Pilsen
Roter SternAutor: Christian Scholz — Experte für Conference League, Europa League, Eredivisie, J1 League und Copa Sudamericana
Der überraschende Wechsel auf der Trainerbank hat dem strauchelnden Roten Stern Belgrad sofort neuen Schwung verliehen. Jetzt, nach der deutlichen Pleite in der serbischen Hauptstadt, zieht die Viktoria Pilsen nach und tauscht ebenfalls den Chefcoach aus – mitten in der europäischen K.o.-Runde. Für den entlassenen Martin Hísek übernimmt Radoslav Kováč mit der klaren Vorgabe, die schlummernden Kräfte der Krisenmannschaft zu wecken und die Entscheidung im Duell wieder offen zu gestalten.
Die Tschechen sind katastrophal in die Saison gestartet. Die einst so stabile Defensive ist zur löchrigen Hülle verkommen – das 0:3 in Belgrad war dann der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Das Aus für Hísek war besiegelt, Radoslav Kováč soll als Feuerwehrmann die Wende bringen. In der heimischen Liga setzte es zuletzt eine Niederlage gegen Slovan (1:3), dazu zwei Unentschieden gegen Zbrojovka (1:1) und Teplice (5:5). Gegen Letztere verspielte Pilsen dabei eine 3:0- und eine 4:2-Führung – ein Sinnbild für die totale Verunsicherung. Der einzige Sieg in dieser Phase gelang gegen Zlín (3:2). Die Europa-League-Qualifikation verschärft die Misere nur: 14 Gegentreffer in fünf Pflichtspielen, zuletzt drei Stück gegen Roter Stern. Ein solches Handicap in einer Woche wettzumachen, wirkt für den neuen Coach nahezu unmöglich.
Die Kernursache liegt im heillosen Chaos in der Hintermannschaft. Einzig Liberianer Dweh ist als Innenverteidiger gesetzt. Seine Partner – mal Spacil, mal Krčík – bieten weder Stabilität noch Abstimmung. Auch die Außenbahnen sind Krisenherde: Links läuft Doski, für den kein adäquater Ersatz auf der Bank sitzt. Rechts klafft ein Vakuum, so dass entweder Innenverteidiger Palaus oder der offensivere Memic aushelfen müssen. Die Abwehr wird so zum Durchgangsbahnhof.
Die Serben starteten unter dem früheren Spartak-Trainer Dejan Stanković furios in die Spielzeit. Einem 5:0 gegen Mačva folgten klare Siege gegen Vojvodina (3:1) und Novi Pazar (2:0). In der Champions-League-Qualifikation demontierten sie Larne mit 4:0 und 5:0. Doch dann der Schock: Zwei Niederlagen gegen den vermeintlich schwächeren Hapoel Be’er Sheva (0:1, 0:2) besiegelten Stankovićs Schicksal – er wurde entlassen.
Die Nachfolge trat Albert Riera an, der sofort unter Hochdruck stand: Weniger als eine Woche blieben ihm, um das Team kennenzulernen und auf das erste Duell mit den Tschechen vorzubereiten. Der Spanier meisterte die Aufgabe bravourös – seine Mannschaft zerlegte die anfällige Pilsener Abwehr mit 3:0. Am Wochenende untermauerte Roter Stern den Aufwärtstrend mit einem 4:0-Kantersieg gegen Čukarički. Dabei setzte Riera auf eine umfassende Rotation, sodass die Startelf für das Rückspiel in Pilsen bestens erholt ist.
Viktoria Pilsen (4-4-1-1):
Verletzt/fehlt: Paluska, Mika (beide verletzt), Jemelka (nicht im Kader) Trainer: Radoslav Kováč
Roter Stern Belgrad (4-3-3):
Verletzt/fehlt: Avdić (verletzt), Abu Fani (gesperrt) Trainer: Albert Riera
Der Niederländer pfeift ein eher laufintensives Spiel. In der Eredivisie zeigt er im Schnitt 3,08 Gelbe Karten pro Partie, auf europäischer Bühne steigt der Wert auf 3,8 bei durchschnittlich 22,63 Fouls. Makkelie zögert nicht, auf den Punkt zu zeigen: In seinen letzten 20 internationalen Einsätzen gab es 13 Strafstöße und vier Platzverweise. Eine klare Linie, die auch heute Wirkung zeigen könnte.
Haupttipp: Roter Stern Belgrad verliert nicht (Quote: 1,88) Das erste Aufeinandertreffen hat die derzeitige Überlegenheit der Serben schonungslos offengelegt. Zwar war das Spiel nicht von drückender Dominanz geprägt, doch jedes Mal, wenn die Defensive der Tschechen patzte, schlugen die Belgrader eiskalt zu. Die bereits risikofreudige und extrem verletzliche Viktoria muss nun noch offensiver agieren, was den Gästen zusätzlich in die Karten spielt. Pilsen gewann aus den letzten fünf Partien nur eine – und das gegen Gegner, die deutlich unter dem Niveau von Roter Stern liegen. Von einer kurzfristigen Trainerumstellung ist kein Wunder zu erwarten: Einige Tage Training reichen nicht, um die tiefsitzende Systemkrise zu beheben. Alles spricht für eine ungeschlagene Auswärtsmannschaft.
Wette auf Tore: Über 2,5 (Quote: 1,66) Viktoria kassiert im Schnitt fast drei Gegentore pro Spiel (14 in fünf Partien), ist aber offensiv noch immer gefährlich (zehn Treffer im gleichen Zeitraum). Roter Stern hält dagegen ein enorm hohes Tempo – die Serben haben den Over in sechs von neun Saisonspielen selbst übertroffen. Die Hausherren müssen nach dem 0:3-Rückstand aufmachen, was ein offenes, torreiches Spiel verspricht. Ein klarer Fall für die Überzahl an Treffern.
Die Redaktionsprognose dient ausschließlich zu Informationszwecken und ist keine konkrete Handlungsempfehlung. Jeder Nutzer sollte vor einer Wettentscheidung eine eigene Analyse durchführen.
Viktoria Pilsen4-4-1-1
Roter Stern4-3-3Viktoria Pilsen ist in dieser Saison in der Europa League noch ungeschlagen und hat in den letzten beiden Heimspielen jeweils mindestens zwei Tore erzielt. Roter Stern hingegen hat auf fremdem Platz in den letzten vier Spielen immer mindestens zwei Gegentreffer kassiert. Ich setze darauf, dass die Hausherren diese Serie fortsetzen und selbstbewusst nach vorne spielen.
Die defensive Stabilität der Gäste ist auf Reisen nicht überzeugend, während Pilsen zu Hause offensiv klar dominiert. Bei einer Quote von 2,44 für die Wette auf mehr als zwei Tore der ersten Mannschaft sehe ich hier einen soliden Wert.
Viktoria Pilsen steht zu Hause unter Zugzwang, während Roter Stern das Hinspiel-Ergebnis wohl kontrolliert verwalten wird. Genau das ist der Punkt: Die Gastgeber werden Druck machen und über die Flügel kommen, und das bedeutet eine Menge Ecken für sie.
Ich setze deshalb auf mehr als 5,5 Eckbälle für Pilsen. Die Quote von 1,67 ist hier mehr als fair, denn die Serben werden nicht mehr das Risiko gehen und das Spiel eher entspannt zu Ende bringen. Die Hausherren werden ihre Standards bekommen.
Die Partie in Pilsen wird voraussichtlich von Beginn an intensiv und defensiv geprägt sein. Ich setze darauf, dass Roter Stern dabei zu mehr als drei Eckbällen kommt. Der Wert von 3,5 liegt bei einer Quote von 2,00, und ich bin überzeugt, dass die Gäste diese Marke überschreiten werden.
Viktoria Pilsen ist in dieser Saison in der Europa League noch ungeschlagen und hat in den letzten beiden Heimspielen jeweils mindestens zwei Tore erzielt. Roter Stern hingegen hat auf fremdem Platz in den letzten vier Spielen immer mindestens zwei Gegentreffer kassiert. Ich setze darauf, dass die Hausherren diese Serie fortsetzen und selbstbewusst nach vorne spielen.
Die defensive Stabilität der Gäste ist auf Reisen nicht überzeugend, während Pilsen zu Hause offensiv klar dominiert. Bei einer Quote von 2,44 für die Wette auf mehr als zwei Tore der ersten Mannschaft sehe ich hier einen soliden Wert.
Viktoria Pilsen steht zu Hause unter Zugzwang, während Roter Stern das Hinspiel-Ergebnis wohl kontrolliert verwalten wird. Genau das ist der Punkt: Die Gastgeber werden Druck machen und über die Flügel kommen, und das bedeutet eine Menge Ecken für sie.
Ich setze deshalb auf mehr als 5,5 Eckbälle für Pilsen. Die Quote von 1,67 ist hier mehr als fair, denn die Serben werden nicht mehr das Risiko gehen und das Spiel eher entspannt zu Ende bringen. Die Hausherren werden ihre Standards bekommen.
Die Partie in Pilsen wird voraussichtlich von Beginn an intensiv und defensiv geprägt sein. Ich setze darauf, dass Roter Stern dabei zu mehr als drei Eckbällen kommt. Der Wert von 3,5 liegt bei einer Quote von 2,00, und ich bin überzeugt, dass die Gäste diese Marke überschreiten werden.
Das Spiel wird am 27. August 2026 um 19:00 Uhr in Pilsen ausgetragen. Es ist das Rückspiel der Europa-League-Qualifikation nach dem 0:3 im Hinspiel.
Laut der Prognose geht Roter Stern Belgrad als Favorit ins Spiel. Die Wette darauf, dass die Serben nicht verlieren, wird mit einer Quote von 1,88 angeboten.
Viktoria Pilsen steckt in einer tiefen Krise: Nur ein Sieg aus den letzten fünf Pflichtspielen, 14 Gegentore in fünf Partien und ein neuer Trainer (Radoslav Kováč). Roter Stern Belgrad hingegen präsentiert sich stark: Nach dem 3:0 im Hinspiel gab es am Wochenende ein 4:0 gegen Čukarički, zudem wurde die Startelf rotiert, sodass die Stammkräfte erholt sind.
Ja, bei Viktoria Pilsen fehlen Paluska und Mika verletzt, zudem ist Jemelka nicht im Kader. Bei Roter Stern Belgrad ist Avdić verletzt und Abu Fani gesperrt.
Danny Makkelie pfeift ein laufintensives Spiel. In seinen letzten 20 internationalen Einsätzen gab es durchschnittlich 3,8 Gelbe Karten, 13 Strafstöße und vier Platzverweise. Er greift also konsequent durch.
Der Haupttipp lautet: Roter Stern Belgrad verliert nicht (Quote 1,88). Zudem wird auf über 2,5 Tore getippt (Quote 1,66), da Pilsen eine löchrige Abwehr hat und offensiv gefährlich ist, während die Serben ein hohes Tempo gehen.