Real Madrid
Real SociedadAutor: Luca Schmitz — Fußballexperte für K League 1, Kakkonen, FA-Pokal, Liga MX und Ligapokal
Das Estadio Santiago Bernabéu öffnet sich zum ersten Mal in dieser Spielzeit für ein La-Liga-Duell. Real Madrid geht mit drei Punkten auf dem Konto in die nachgeholte Partie des ersten Spieltags, auch wenn der Auftaktsieg gegen Espanyol (2:1) alles andere als ein Spaziergang war. Real Sociedad hingegen startete mit einer Niederlage, hatte sich aber nach dem Spielverlauf deutlich mehr verdient. Die Frage ist nun: Können die Basken dem Hauptstadtklub den ersten Heimauftritt der Saison vermiesen?
Real Madrid absolvierte eine souveräne Vorbereitung – kein einziges der fünf Testspiele ging verloren, und in vier Begegnungen traf die Mannschaft mindestens zweimal. Einzig der knappe 1:0-Erfolg gegen Deportivo fiel etwas torärmer aus. Auch im Ligabetrieb bereitete das Kreieren von Chancen keine Probleme, wohl aber die Verwertung. Gegen Espanyol (2:1) erspielten sich die „Blancos“ fast 3 xG (Expected Goals), der Siegtreffer fiel jedoch erst in der Schlussphase. Der Matchwinner kam von der Bank: Carlos Espi, ein 21-jähriger Stürmer, der erst kürzlich von Levante nach Madrid gewechselt war. José Mourinho hob nach der Partie ausdrücklich die starke zweite Hälfte und den Beitrag der eingewechselten Spieler hervor, räumte aber ein, dass der Gegner Real zu einem äußerst schweren Spiel gezwungen hatte.
Im Sommer hat sich der Kader der Königlichen deutlich verändert. Die Neuzugänge zeigen bereits Wirkung: Konaté zählte gegen Espanyol zu den Besten, und Espi netzte zum Sieg ein. Allerdings kann Mourinho noch nicht auf alle Schlüsselspieler zurückgreifen. Militão, Rodrygo und Mendy befinden sich weiterhin in längerer Reha, während Endrick aufgrund einer leichten Muskelverletzung den Saisonstart verpasste. Am nächsten an einer Rückkehr ist Tchouaméni – der Franzose trainiert bereits wieder mit der Mannschaft. Trotz der Ausfälle verfügt der portugiesische Coach über einen tiefen Kader, der es erlaubt, das Spiel durch Einwechslungen spürbar zu beleben.
Die Vorbereitung offenbarte bei Real Sociedad vor allem defensive Schwachstellen. In acht Partien kassierte die Mannschaft 14 Gegentore und spielte kein einziges Mal zu null. Die letzten vier Begegnungen gingen allesamt verloren, wobei der Gegner jedes Mal mindestens zweimal traf. Im abschließenden Test gegen den FC Chelsea (1:3) zeigten die Gäste in der ersten Halbzeit noch eine ordentliche Leistung, brachen nach der Pause aber deutlich ein. In der Meisterschaft wirkte die Elf von Pellegrino Matarazzo geschlossener. Die Basken unterlagen Betis mit 0:1, waren aber gemessen an der Qualität der herausgespielten Chancen mindestens ebenbürtig und wiesen sogar einen höheren xG-Wert auf (1,36 gegenüber 1,24). Die beste Gelegenheit vergab Óskarsson, der nach einer Vorlage von Oyarzabal eine klare Chance ausließ. Matarazzo selbst betonte nach dem Spiel, dass seine Mannschaft nicht verdient habe, punktlos aus Sevilla abzureisen.
Real Sociedad hat bislang keinen einzigen Sommerneuzugang verpflichtet. Die Tiefe des Kaders wird allmählich zum Problem. Besonders anfällig ist die rechte Abwehrseite: Odriozola fällt langfristig verletzt aus, sodass Aramburu praktisch die einzige spezialisierte Option auf dieser Position ist. Genau in diesem Bereich wird Vinícius operieren, und die Möglichkeiten, die Flanke während des Spiels personell aufzufrischen, sind nahezu nicht vorhanden. Es überrascht nicht, dass die Basken vor Transferschluss noch Fort von Barcelona verpflichten wollen. Auch im Mittelfeld gibt es Baustellen: Gorrochategui, Guedes und Marín sind zwar nach ihren Verletzungen ins Training zurückgekehrt, haben aber noch nicht ihre optimale Form erreicht. Insgesamt wirken die Optionen der Basken, das Spiel von der Bank aus zu beeinflussen, derzeit recht begrenzt.
Real Madrid (4-2-3-1): Courtois – Dumfries, Konaté, Heusen, Cucurella – Silva, Valverde – Güler, Bellingham, Vinícius – Mbappé
Ausfälle: Militão, Rodrygo, Pitarch, Mendy, R. Asensio (alle verletzt), Endrick, Tchouaméni (beide fraglich)
Cheftrainer: José Mourinho
Real Sociedad (4-2-3-1): Remiro – Aramburu, Zubeldía, Martín, S. Gómez – Herrera, Soler – Oyarzabal, Sucic, Barrenetxea – Óskarsson
Ausfälle: Odriozola (verletzt), Gorrochategui, Marín, Guedes (alle fraglich)
Cheftrainer: Pellegrino Matarazzo
Der erfahrene La-Liga-Referee gehört zu den dienstältesten Unparteiischen der spanischen Eliteklasse. In den vergangenen elf Spielzeiten leitete Manzano über 200 Partien, zeigte dabei durchschnittlich 5,21 Gelbe Karten und pfiff im Schnitt 26,62 Fouls pro Spiel. Die neue Saison hat der Spanier bereits mit der Begegnung Valencia gegen Celta eröffnet, in der er 34 Regelverstöße ahndete und fünf Verwarnungen aussprach. Manzanos Statistik belegt, dass er körperbetonte Zweikämpfe nicht unbeachtet lässt – in einer solchen Partie ist mit einer hohen Zahl an Fouls und Verwarnungen zu rechnen.
Hauptprognose: Sieg Real Madrid mit Handicap (-1,5) bei einer Quote von 1,93
Der Klassenunterschied zwischen beiden Teams ist derzeit deutlich spürbar, und der Heimvorteil im Bernabéu gibt zusätzlichen Ausschlag für die Gastgeber. Real Madrid hat in letzter Zeit erfolgreich gegen die Basken auf eigenem Platz gespielt und die beiden letzten Heimduelle mit mindestens zwei Toren Differenz gewonnen – 2:0 und 4:1. Zudem verfügt Mourinho über genügend Kaderbreite, um das Tempo hochzuhalten und im Laufe der Partie nachzulegen. Dies zeigte sich bereits gegen Espanyol, als Madrid nach der Pause die Katalanen niederrang.
Bei Sociedad sind die Möglichkeiten, das Spiel von der Bank aus zu verändern, deutlich geringer – die Basken haben noch keinen Neuzugang verzeichnet und verfügen über einen begrenzteren Kader. Daher könnte der Vorteil der Königlichen in der zweiten Halbzeit noch deutlicher werden.
Prognose auf das Torverhältnis: Unter 3,5 Tore bei einer Quote von 1,68
Von Mourinhos Mannschaft ist kaum ein permanenter Angriffsfußball zu erwarten – der Portugiese setzt traditionell auf Pragmatismus und Kontrolle des Ergebnisses. Ein weiterer Faktor ist das Spiel unter der Woche: Beide Teams befinden sich noch in der Anfangsphase der Saison und sind von optimaler Fitness weit entfernt, weshalb ein hohes Tempo über 90 Minuten schwer zu halten sein wird. Real Sociedad präsentiert sich zudem offensiv noch bescheiden – im ersten Spieltag trafen die Basken nicht gegen Betis (0:1) und brachten nur drei Schüsse aufs Tor. Sollte Madrid einen komfortablen Vorsprung herausspielen, wird Mourinho eher versuchen, die Führung ruhig zu verwalten, als sich für ein Schützenfest zu öffnen.
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Real Madrid4-2-3-1
Real Sociedad4-2-3-1Prognosen zum Spiel Real Madrid – Real Sociedad erscheinen bald.
Das Spiel wird am 26. August 2026 um 21:00 Uhr im Estadio Santiago Bernabéu ausgetragen.
Real Madrid ist klarer Favorit. Die Hauptprognose lautet auf einen Sieg der Königlichen mit einem Handicap von -1,5 Toren (Quote 1,93).
Bei Real Madrid fehlen verletzt Militão, Rodrygo, Pitarch, Mendy und R. Asensio. Fraglich sind Endrick und Tchouaméni.
Real Sociedad verlor das erste Ligaspiel gegen Betis (0:1) und kassierte in der Vorbereitung 14 Gegentore in acht Partien. Zudem hat der Verein noch keinen Sommerneuzugang verpflichtet.
Odriozola fällt langfristig verletzt aus. Gorrochategui, Marín und Guedes sind fraglich, da sie nach Verletzungen noch nicht in Topform sind.
Ja, es wird auch auf unter 3,5 Tore getippt (Quote 1,68), da Real Madrid unter Mourinho oft pragmatisch spielt und Sociedad offensiv bisher schwach war.