Preston North End
EvertonAutor: Paul Fischer — Fußballexperte für EFL Cup, Champions League & Weltmeisterschaft
Preston North End vs. Everton – Ligapokal-Duell mit klaren Abwehrbaustellen
Im 1/32-Finale des englischen Ligapokals trifft der gefestigte Premier-League-Klub Everton unter David Moyes auswärts auf Preston North End. Die Hausherren tun sich in dieser Saison extrem schwer mit der Defensive: In der Championship liegt die Anzahl der Gegentreffer doppelt so hoch wie der statistische Erwartungswert. Ob der Erstligist diese offensichtliche Schwäche der Gastgeber ausnutzen kann, wird sich zeigen.
Preston North End ist ein etablierter Zweitligist, der kaum Ambitionen auf den Aufstieg hegt. In der vergangenen Spielzeit reichte es für Platz 14, ein Jahr zuvor für Rang 20. Trainer Paul Heckingbottom bleibt im Amt, weshalb die „Lilywhites“ weiterhin auf eine defensive Grundordnung setzen: tief stehen, auf Konter lauern und den Ball früh durch Pressing zurückerobern. Der Kader wurde im Sommer weitgehend zusammengehalten. Als nennenswerte Abgänge sind Mittelfeldspieler Ben Whiteman (2 Tore, 6 Vorlagen in 45 Partien der Saison 2025/26) und Stürmer Michael Smith (3 Tore, 1 Vorlage in 40 Spielen) zu nennen.
Trotz der personellen Kontinuität hat Preston keinen Vorteil gegenüber Teams, die einen Umbruch durchgemacht haben. In sechs Testspielen kassierte die Mannschaft fünf Niederlagen – darunter drei Gegentore gegen unterklassige Gegner wie Bradford City (2:3), Marine (0:3) und Sheffield Wednesday (2:3). Nach zwei Spieltagen in der Championship stehen null Punkte und Niederlagen gegen Bolton (1:2) sowie Wolverhampton (1:3) zu Buche. Die Gegner erspielten sich einen expected Goals (xG)-Wert von insgesamt 2,69, während Preston tatsächlich fünf Gegentreffer hinnehmen musste. Die Defensive agiert also deutlich schlechter als erwartet, leistet sich in unverfänglichen Situationen schwere Aussetzer. Einzig der Erfolg im Ligapokal (1:1, 4:3 n. E. gegen Huddersfield) sorgte für einen Lichtblick.
Der Klub aus Liverpool beendete die Vorsaison mit einer Serie von sieben sieglosen Partien, sicherte aber den Klassenerhalt. Das neue Spieljahr startet mit deutlich größeren Ambitionen. Der Kader wurde gezielt verstärkt: Der glücklose Flügelspieler Dwight McNeil (kein Tor, eine Vorlage 2025/26) wurde durch den jungen Brennan Johnson (von Crystal Palace) ersetzt. Als defensiver Mittelfeldspieler kam Hayden Hackney vom Middlesbrough für den alternden Idrissa Gueye (2 Tore, 3 Vorlagen in 25 Spielen). Zudem verpflichtete man den erfahrenen Christian Nørgaard (Arsenal) und den schnellen Angreifer Tyrique George (Chelsea).
In den Testspielen experimentierte David Moyes noch mit verschiedenen Formationen: Mal besiegte Everton Newcastle (3:1) und Hamburg (2:0), mal unterlag man Stoke City (0:1) und Stuttgart (1:3). Den tatsächlichen Formstand zeigte der Auftakt in der Premier League: Ein 2:0-Heimsieg gegen Crystal Palace. Die Offensive wirkte tatsächlich sicherer und variabler – George erhielt die drittbeste Bewertung im Team. Die Defensive bleibt jedoch anfällig: In fünf der sieben Testspiele kassierten die „Toffees“ Gegentore, und gegen Palace blieb man nur dank der schlechten Chancenverwertung des Gegners ohne Gegentreffer – London erspielte sich einen xG von 1,96. Im Ligapokal hat Everton in den letzten fünf Ausgaben stets die erste Runde überstanden, dreimal sogar ohne Gegentor.
Preston North End (4-2-3-1): Iversen – Clarke, Storey, Lindsay, Hughes – McCann, Leroy – Devine, Long, Burgzorg – Erabi Es fehlt: Carroll (verletzt) Trainer: Paul Heckingbottom
Everton (4-2-3-1): Pickford – Rohl, Tarkowski, Branthwaite, Mykolenko – Armstrong, Hackney – Ndiaye, Dewsbury-Hall, George – Barry Es fehlen: Iroegbunam (verletzt), Nørgaard (fraglich) Trainer: David Moyes
Der englische Referee leitete in der Saison 2025/26 bislang 17 Pflichtspiele und gilt als äußerst linientreu. Im Schnitt pfiff er 20 Fouls pro Partie, zeigte 3,06 gelbe Karten. Rote Karten gab es nur in jedem zehnten Spiel, Strafstöße verhängte er dreimal im gesamten Zeitraum.
Hauptprognose: Sieg Everton mit Handicap (-1,5) – Quote 2,46
Ein Zweitligist kann einem Premier-League-Mittelklasse-Team auf eigenem Platz durchaus Paroli bieten – aber nicht Preston in seiner derzeitigen Verfassung. Die Defensive ist einfach nicht stabil. In den Testspielen kassierte man drei Tore gegen Vertreter der dritten und vierten Liga. In der Meisterschaft gab es nach zwei Spieltagen fünf Gegentreffer, davon drei zuhause – und das, obwohl die statistischen Erwartungen viel niedriger lagen. Es fehlt an Abstimmung, weil vier Neuzugänge in allen Mannschaftsteilen außer dem Torwart eingebaut wurden.
Auch Everton ist noch nicht in Topform, doch die erneuerte Offensive zeigt bereits Wirkung. Gegen Crystal Palace nutzte man die Chancen konsequent, Pickford bewies seine Klasse in schwierigen Situationen, und die Ligapokal-Historie spricht für ein souveränes Weiterkommen der Liverpooler. Angesichts der vielen Gegentreffer der Hausherren setzen wir auf einen Sieg der Gäste mit mindestens zwei Toren Differenz.
Torprognose: Beide Teams treffen – Quote 1,80
Preston kassiert nicht nur viele Gegentore, sondern erzielt auch regelmäßig selbst welche. In den Testspielen traf die Mannschaft im Schnitt 1,33 Mal pro Partie, in der Championship gelang in beiden Runden ein Treffer, und auch in der vorherigen Pokalrunde netzte man ein. Everton kam in den Testspielen auf 1,57 Tore pro Spiel und erzielte zwei gegen Crystal Palace. Da beide Defensivreihen viel zulassen, spricht vieles dafür, dass beide Teams ein Tor erzielen werden.
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Preston North End4-2-3-1
Everton4-2-3-1Prognosen zum Spiel Preston North End – Everton erscheinen bald.
Das 1/32-Finale des EFL Cups wird am 26.08.2026 um 21:00 Uhr ausgetragen. Preston North End empfängt Everton im heimischen Stadion.
Everton geht als Favorit ins Spiel. Der Premier-League-Klub ist klassenhöher und trifft auf einen Zweitligisten mit erheblichen Defensivproblemen.
Preston hat eine desaströse Saisonvorbereitung hinter sich: fünf Niederlagen in sechs Testspielen, darunter gegen unterklassige Gegner, und zwei Auftaktpleiten in der Championship mit fünf Gegentoren.
Ja. Bei Preston fehlt Carroll (verletzt). Auf Seiten von Everton ist Iroegbunam verletzt, Nørgaard ist fraglich.
Der Artikel empfiehlt einen Sieg von Everton mit Handicap (-1,5) zu einer Quote von 2,46. Zudem wird auf „Beide Teams treffen“ zu einer Quote von 1,80 getippt.