Tottenham
CharltonAutor: Paul Fischer — Fußballexperte für EFL Cup, Champions League & Weltmeisterschaft
Tottenham Hotspur investiert auf dem Transfermarkt immense Summen, doch die hohen Erwartungen der Fans bleiben bislang hinter der Realität zurück. Nach dem desaströsen Auftakt in der Premier League brennen die „Spurs“ auf Wiedergutmachung. Das Ligapokal-Duell mit Charlton Athletic bietet die ideale Gelegenheit, den aufgestauten Frust abzulassen. Doch stellt sich die Frage: Kann der Spitzenklub seinen Klassenunterschied demonstrieren, oder stecken die Probleme von Roberto De Zerbis Mannschaft tiefer, als es auf den ersten Blick scheint?
Die Vorbereitung unter De Zerbi verlief für Tottenham insgesamt positiv. Zwar wurden viele Siege gegen bescheidene Gegner wie MK Dons (1:0) oder Auckland (2:0) eingefahren, doch die klaren Erfolge gegen Chelsea (2:1) und Hoffenheim (3:0) nährten den Optimismus der Anhänger. Doch wie so oft bei den „Spurs“ zerfiel das Kartenhaus mit dem Start der Pflichtspiele: Die klare und schmerzhafte 0:3-Niederlage gegen Brentford am ersten Spieltag der Premier League legte die alten Probleme schonungslos offen.
Tottenham ist sich der systemischen Defizite in der Defensive bewusst und hat auf dem Transfermarkt entsprechend nachgerüstet. Mit Marcos Senesi, Jan Paul van Hecke und Andy Robertson wurden hochkarätige Neuzugänge für die Abwehrreihe verpflichtet. Allerdings benötigen die Neulinge noch Zeit, um sich vollständig ins Team einzufügen. Parallel dazu stopft der Klub auch in der Offensive Lücken: Die Transfers von Savinho und Omar Marmoush von Manchester City wurden bereits vereinbart. Historisch gesehen schlägt sich Tottenham im Ligapokal zudem recht erfolgreich und lässt sich nur äußerst selten von unterklassigen Gegnern überrumpeln.
In der laufenden Saison jährt sich der Abstieg der „Addicks“ aus der englischen Elite zum 20. Mal. Seither pendeln sie zwischen Championship und League One. Aktuell spielt Charlton in der zweiten Liga, doch der bescheidene Kader erlaubt kaum mehr als einen Platz im Mittelfeld. Der Saisonstart verlief dennoch überraschend schwungvoll: Ein Sieg gegen Derby County (2:1) und ein sensationeller Erfolg gegen West Ham (2:1) stehen zu Buche. Allerdings hatte die Mannschaft von Nathan Jones im letztgenannten Spiel schlichtweg Glück, denn bei den erwarteten Toren (xG) lag man mit 0,62 gegen 2,84 deutlich zurück.
Es ist wenig überraschend, dass Charlton ohne ernsthafte finanzielle Mittel nur selten in die entscheidenden Phasen vordringt. In den letzten zehn Ligapokal-Saisons schied der Klub ganze sechs Mal bereits in der ersten Runde aus, drei weitere Male in der zweiten. Nur in der Saison 2022/23 gelang der überraschende Einzug ins Viertelfinale, wo man gegen das übermächtige Manchester United (0:3) chancenlos war. In der aktuellen Ausgabe haben die „Addicks“ die Mindestanforderung bereits erfüllt, indem sie den unterklassigen Cheltenham Town (3:1) aus der League Two souverän besiegten.
Tottenham (4-2-3-1): Dubravka – Gray, van Hecke, Davies, Udogie – Bentancur, Fernandes – Moore, Maddison, Scarlett – Solanke
Ausfallen werden: Kudus, Kulusevski, Odober, Porro, Sarr, Simons, van de Ven (alle verletzt)
Cheftrainer: Roberto De Zerbi
Charlton (4-2-3-1): Okonkwo – McNamara, Jones, Koumetio, Bell – Coventry, Chalobah – Grant, Carey, Campbell – Leaburn
Ausfallen werden: Kelman, Ramsey, Uma (alle verletzt), Mannion, Edwards, Godden (alle fraglich)
Cheftrainer: Nathan Jones
Bramall gilt nach englischen Maßstäben als typischer Durchschnitts-Schiedsrichter. In der vergangenen Saison leitete er 31 Spiele, in denen er im Schnitt 21,06 Fouls pfiff und 3,97 Gelbe Karten zeigte. In diesem Zeitraum schickte der Referee vier Spieler vom Platz und entschied auf acht Strafstöße.
Die deutliche Auftaktpleite von Tottenham in der Premier League ist eine äußerst schlechte Nachricht für Charlton. Es ist offensichtlich, dass die „Spurs“ das Pokalspiel mit vollem Ernst und dem brennenden Wunsch angehen werden, sich für das peinliche Debakel vor den eigenen Fans zu rehabilitieren. Die Gäste haben die Saison zwar mit drei Siegen in Folge schwungvoll begonnen, doch spielerisch hinterlassen sie keinen überzeugenden Eindruck. In keiner Partie konnte Charlton den Gegner wirklich domminieren: Im Pokal gegen Cheltenham (3:1) reichte es nur zu einem xG von 1,11 gegen 0,86, in der Championship mühte man sich gegen Derby County (2:1 bei 0,97 zu 1,00 xG) ab, und im Derby gegen West Ham (2:1) rettete man sich mit 0,62 gegen 2,84 xG über die Zeit. Gegen einen erzürnten Spitzenklub allein auf das Glück zu setzen, wird nicht aufgehen. Die Wette lautet auf einen Sieg von Tottenham mit einem Handicap von (-1,5) bei einer Quote von 1.68.
Tor-Prognose: Allerdings darf man nicht übersehen, dass Charlton hervorragend darin ist, aus wenigen Chancen das Maximum herauszuholen und regelmäßig mehr Tore zu erzielen, als die Spielanteile vermuten lassen. Gleichzeitig befindet sich die Defensive von Tottenham noch in der Findungsphase und leistet sich zwangsläufig Fehler – man denke nur an die Testspiele, in denen die „Spurs“ selbst gegen bescheidene Gegner wie Sydney (1:1) regelmäßig Gegentore kassierten, ganz zu schweigen vom Fiasko am ersten Premier-League-Spieltag. Die Gäste werden ihre Möglichkeiten bekommen, die Frage ist allein die Verwertung. Unsere Wahl: Beide Teams treffen – Ja bei einer Quote von 1.90.
Die Redaktionsprognose dient ausschließlich zu Informationszwecken und ist keine konkrete Handlungsempfehlung. Jeder Nutzer sollte vor einer Wettentscheidung eine eigene Analyse durchführen.
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Charlton4-2-3-1Prognosen zum Spiel Tottenham – Charlton erscheinen bald.
Das EFL-Cup-Duell zwischen Tottenham und Charlton findet am 26.08.2026 um 20:45 Uhr statt.
Tottenham geht trotz eines enttäuschenden Saisonstarts als klarer Favorit ins Spiel – vor allem aufgrund der deutlichen Klassenunterschiede und des dringenden Wiedergutmachungsbedarfs nach der 0:3-Niederlage gegen Brentford.
Bei Tottenham fallen Kudus, Kulusevski, Odober, Porro, Sarr, Simons und van de Ven verletzt aus. Charlton muss auf Kelman, Ramsey und Uma verzichten, zudem sind Mannion, Edwards und Godden fraglich.
Die Empfehlung lautet auf einen Sieg von Tottenham mit einem Handicap von -1,5 zu einer Quote von 1.68. Zudem wird auf ‚beide Teams treffen – Ja‘ zu einer Quote von 1.90 getippt.