Partizan
GetafeAutor: Christian Scholz — Experte für Conference League, Europa League, Eredivisie, J1 League und Copa Sudamericana
Partizan steckt vor dem Rückspiel der Conference-League-Qualifikation in einer äußerst prekären Lage. In Madrid hielten die Serben bis kurz vor Schluss ein 1:1, das ihnen gereicht hätte, und spielten sogar in Überzahl, kassierten aber in der Schlussphase zwei Gegentreffer. Nun müssen sie in Belgrad riskieren, während Getafe mit einem Zwei-Tore-Vorsprung gut haushalten kann.
Die Belgrader durchleben einen deutlichen Formtief. In allen Wettbewerben verlor die Mannschaft die letzten drei Partien: gegen Radnički 1923 (0:1), Getafe (1:3) und Mladost (1:3). In der heimischen Liga setzte es drei Niederlagen in Folge, wodurch Partizan auf den 12. Platz von 14 Teams abrutschte. Besonders besorgniserregend: Sowohl gegen Radnički 1923 als auch gegen Getafe spielten die Serben in Überzahl, kassierten dennoch Gegentore und verloren. Nach dem jüngsten Rückschlag in der Meisterschaft eskalierte die Situation personell: Trainer Saša Ilić reichte seinen Rücktritt ein, ließ sich aber auf Bitten der Vereinsführung überreden, das Rückspiel gegen Getafe noch zu betreuen.
In Madrid verlief die Angelegenheit besonders schmerzhaft: Nach der Roten Karte für Abkar in der 68. Minute hatte Partizan die ideale Gelegenheit, das 1:1 zu halten oder sogar zu gewinnen. Stattdessen brach die Mannschaft in der Schlussphase ein und kassierte in der 87. und 90. Minute die Gegentreffer. In der Nachspielzeit hätte Koijek noch verkürzen können, scheiterte aber aus kürzester Distanz. So wurde aus einer ausgeglichenen Partie eine Zwei-Tore-Niederlage, die nun extrem schwer aufzuholen ist.
Dennoch gibt sich Partizan keineswegs geschlagen. Das zeigt der Kader für das letzte Ligaspiel gegen Mladost: Im Vergleich zur Madrid-Partie schonte Ilić gleich acht Stammkräfte oder gab ihnen nur minimale Einsatzzeit. Selbst bei der schwierigen Tabellenlage in der Liga nahm der Trainerstab bewusst eine Belastungssteuerung vor dem Rückspiel vor. Die Serben opferten faktisch ein Meisterschaftsspiel, um ihre Führungsspieler frisch zu halten. Das ist ein klares Signal, dass man zu Hause versuchen will, den 1:3-Rückstand noch zu drehen.
Der Saisonstart von Getafe verlief durchwachsen. Im ersten La-Liga-Spiel unterlag das Team von José Bordalás dem FC Alaves deutlich mit 0:3. Bemerkenswert: Alle drei Gegentreffer fielen nach der 73. Minute, und die Madrilenen spielten bereits seit der ersten Halbzeit in Unterzahl. Danach folgten zwei Siege in Folge – gegen Partizan (3:1) und Racing Santander (1:0). Beide Male entschieden die Madrilenen die Partien in der Schlussphase für sich: Gegen die Serben trafen sie zweimal nach der 87. Minute, den Siegtreffer gegen Racing erzielte Enes Ünal in der 81. Minute. Der Stürmer traf in beiden Spielen und avancierte zum Schlüsselspieler dieser Phase.
Die Erfolge waren jedoch hart erkämpft. Gegen Partizan spielte Getafe fast 25 Minuten in Unterzahl, gegen Racing gab man nach der Pause die Initiative ab und hätte einen Elfmeter gegen sich bekommen können, doch David Soria rettete sein Team. Beide letzten Partien offenbarten den Charakter der Mannschaft. Bordalás' Schützlinge brechen in schwierigen Momenten nicht auseinander, können leiden und in den Schlussminuten zulegen – genau das gelang ihnen zweimal.
In Belgrad kann Getafe in der gewohnten Manier agieren. Nach dem 3:1-Hinspielsieg muss das Team nicht permanent nach vorne drängen – es kann den Ball dem Gegner überlassen, kompakt verteidigen und auf Konter lauern. Diesem Szenario kommt zugute, dass Bordalás im Ligaspiel kaum rotierte, sodass sich nun Ermüdungserscheinungen zeigen könnten. Das Risiko liegt bei Partizan, weshalb sich im Laufe der Partie für die Gäste immer mehr Räume auftun sollten. Personell fehlt Abkar (gesperrt), doch das dürfte kein großes Problem darstellen: Gegen Racing stand der Verteidiger nicht in der Startelf, und Getafe spielte erstmals in dieser Saison zu null.
Partizan (3-4-3): Milošević – Milić, Mitrović, Simić – Roganović, Buba, Ugrešić, Nwulu – Sek, Džekh, Vukotić Es fehlen: Jurčević, Kostić (beide verletzt), Trifunović (Fragezeichen) Trainer: Saša Ilić
Getafe (3-5-2): Soria – Sazonov, Djené, Romero – Femenía, Terrats, Mangala, Francho, Mojica – Ünal, Satriano Es fehlen: Abkar (gesperrt), Uche, Juanmi (beide verletzt), Martín (Fragezeichen) Trainer: José Bordalás
Urs Schnyder (Schweiz) leitet die Partie. In sieben Europapokal-Einsätzen der Vorsaison zeigte der Unparteiische im Schnitt rund 3,33 Gelbe Karten pro Spiel. Auffällig: Dabei verhängte er fünf Strafstöße, eine relativ hohe Zahl. In der Conference League pfiff er die meisten Fouls – im Schnitt 24,67 pro Partie, verglichen mit 21 in der Europa League und 21,33 in der Champions League. In der neuen Saison leitete der Schweizer bereits ein Europa-League-Spiel, in dem er 27 Regelverstöße notierte und nur eine Verwarnung aussprach. Schnyder gehört nicht zu den Schiedsrichtern, die bei jeder Berührung die Karte zücken.
Hauptprognose: Partizan muss nach dem 1:3 von Beginn an nach vorne stürmen und Risiken eingehen – das kommt den Gästen entgegen. Bordalás' Mannschaft kann den Ball abgeben und die entstehenden Räume in schnellen Gegenstößen nutzen. Der Klassenunterschied zeigte sich bereits in Madrid: Selbst in zehnminütiger Unterzahl ab der 68. Minute hielten die Spanier nicht nur das Ergebnis, sondern trafen zweimal in der Schlussphase. Dazu kommt die Form der Hausherren – Partizan verlor die letzten drei Spiele. Das höhere individuelle Niveau und das günstige Konter-Szenario sprechen für einen Sieg der Madrilenen auch in Belgrad. Unsere Wahl: Sieg Getafe bei einer Quote von 2.25.
Prognose zum Torverhältnis: Trotz der Notwendigkeit für Partizan, zwei Tore aufzuholen, ist nicht mit einem offenen Schlagabtausch über die gesamte Spielzeit zu rechnen. Getafe ist das Hinspiel-Ergebnis vollkommen recht, daher kann Bordalás' Team bewusst das Tempo drosseln, kompakt verteidigen und Angriffe nicht forcieren. Den Serben fällt es zuletzt ohnehin schwer, tief stehende Abwehrreihen zu knacken – gegen Radnički 1923 (0:1) spielten sie fast eine Stunde in Überzahl, ohne zu treffen. Sollten die Madrilenen keinen frühen Gegentreffer kassieren, dürfte die Partie in das für die Gäste bequeme, geschlossene Szenario kippen. Unsere Wahl: Unter 2,5 Tore bei einer Quote von 1.72.
Die Redaktionsprognose dient ausschließlich zu Informationszwecken und ist keine konkrete Handlungsempfehlung. Jeder Nutzer sollte vor einer Wettentscheidung eine eigene Analyse durchführen.
Mein Tipp für das Conference-League-Spiel zwischen Partizan und Getafe: ein Auswärtssieg.
Getafe zeigt aktuell eine beeindruckende Form und spielt mit hohem Tempo. Die konstante Leistungsstärke der Gäste macht den Auswärtssieg für mich zur logischen Wahl.
Mein Tipp für das Conference-League-Spiel zwischen Partizan und Getafe: ein Auswärtssieg.
Getafe zeigt aktuell eine beeindruckende Form und spielt mit hohem Tempo. Die konstante Leistungsstärke der Gäste macht den Auswärtssieg für mich zur logischen Wahl.
Das Spiel wird am 27. August 2026 um 21:00 Uhr in Belgrad ausgetragen.
Laut Analyse ist Getafe Favorit, da sie nach dem 3:1-Hinspielsieg in einer komfortablen Position sind und von Kontern profitieren können.
Die Hauptprognose ist ein Sieg für Getafe bei einer Quote von 2.25. Zudem wird unter 2,5 Tore bei einer Quote von 1.72 empfohlen.
Partizan steckt in einem Formtief und verlor die letzten drei Spiele in allen Wettbewerben, darunter das Hinspiel gegen Getafe mit 1:3.
Ja, Abkar ist gesperrt, und Uche sowie Juanmi sind verletzt. Martín ist fraglich.
Der Schweizer Urs Schnyder leitet das Spiel. Er zeigt nicht bei jeder Berührung eine Karte, aber in der Vorsaison gab er relativ viele Strafstöße.