Monaco
GórnikAutor: Christian Scholz — Experte für Conference League, Europa League, Eredivisie, J1 League und Copa Sudamericana
Die internationale Saison könnte für Górnik Zabrze noch in einem Desaster enden. Nachdem die Polen in der Champions-League-Qualifikation gestartet waren, drohen sie am Ende ganz ohne europäische Bühne dazustehen. Vor dem Rückspiel bringt AS Monaco eine knappe 3:2-Führung mit, aber die Gäste haben in der Verfolgung eines Conference-League-Platzes noch längst nicht aufgegeben.
Im Hinspiel in Polen zeigte die Mannschaft von Filipe Luís eine solide Leistung und gewann vor allem durch gut einstudierte Umschaltbewegungen. Das stärkste Element war die rechte Seite: Mit ständigen Vorstößen von Vanderson schufen die Monegassen immer wieder Überzahlsituationen. Lamine Camara ragte heraus – der senegalesische Mittelfeldspieler dominierte die Zone vor der Abwehr, unterband gegnerische Angriffe und traf selbst zum Tor. Allerdings offenbarte die Partie auch die bekannte Schwäche von Monaco bei Standardsituationen und Flanken: Beide Gegentreffer resultierten aus Positionsfehlern und mangelnder Abstimmung im eigenen Strafraum.
Für das Heimspiel plant der Trainer eine zurückhaltendere, positionsorientiertere Spielweise, zumal das Liga-Auswärtsspiel gegen Le Havre (1:0) körperlich viel abverlangte. Ein wichtiges Plus ist die Rückkehr von Alexander Golowin, der seine Sperre abgesessen hat. Der Russe verleiht dem Angriff mehr Kreativität und verbessert die Ballkontrolle in Umschaltmomenten. Dennoch gibt es Ausfälle in der Offensive: Takumi Minamino, Ansu Fati und Mattis Ablin sind verletzt, Folarin Balogun bereitet seinen Wechsel vor. In ihrer Abwesenheit ruht die Angriffslast erneut auf Paris Brunner und Mika Biret, die in Polen bereits getroffen haben.
Die Polen vertrauten im Hinspiel auf kraftvollen Fußball und bewiesen Biss. Nach einem 0:2- und 1:3-Rückstand gaben sie nicht auf, kämpften bis zur Schlusssirene und verkürzten auf 2:3 – damit bleibt die Tür fürs Weiterkommen offen. Górnik war bei Standards und in der Luft gefährlich und bereitete der Monaco-Abwehr regelmäßig Probleme. Die größte Schwäche war die mangelnde Schnelligkeit der Innenverteidiger: Immer wieder ließen die Gäste Räume hinter den Außenverteidigern frei, in die die schnellen Flügelstürmer des Gegners stießen. Zudem verlor die Mannschaft unter Druck im Mittelfeld unnötig Bälle, was zum zweiten Gegentor führte.
Im Gegensatz zu Monaco hatte Górnik eine ganze Woche Vorbereitungszeit, sodass die Spieler körperlich deutlich frischer sein werden. Es wird erwartet, dass die Gäste deshalb früh mit einer hohen Zonenpresse agieren, um Fehler der Monegassen im Spielaufbau zu provozieren. Offensiv bleiben Zweikämpfe, schnelle vertikale Pässe und Standards die Hauptwaffen. Personell sind minimale Änderungen möglich: Im Sturm könnte der Norweger Sondre Liseth von Beginn an ran, dessen Einwechslung im Hinspiel für neue Hoffnung sorgte.
AS Monaco (4-4-2) Gradetzky – Vanderson, Sané, Dyer, Mawissa – Koulibaly, Camara, Zakaria, Golowin – Brunner, Biret
Nicht dabei: Fati, Minamino, Sališu, Ablin (alle verletzt), Balogun (nicht im Kader), Diop, Tezé (beide fraglich) Trainer: Filipe Luís
Górnik Zabrze (4-3-3) Szulce – Sacek, Janicki, Hosema, Janża – Bernardo, Diez, Sadilek – Prekop, Liseth, Pieter
Nicht dabei: Doño, Rakoši (beide nicht im Kader) Trainer: Michał Gaśparik
Handicap: Górnik (+1,5) @ 1,79 Górnik profitiert von der besseren physischen Verfassung, da ihr Ligaspiel verlegt wurde, während Monaco ein anstrengendes Auswärtsspiel in Le Havre bestritt. Das erlaubt den Polen, über die gesamte Distanz hohes Tempo zu gehen, Zweikämpfe zu führen und Druck auf die Monaco-Abwehr auszuüben. Die defensiven Fehler der Hausherren, die seit Jahren bestehen, werden die Gäste zu nutzen versuchen. Ein komplettes Comeback ist aufgrund der Klasseunterschiede schwierig, aber Górnik kann den Gegner bis zum Schluss fordern. In der gesamten Europapokal-Saison hat der polnische Klub noch keine Partie mit zwei oder mehr Toren Unterschied verloren. Daher lautet der Tipp: Handicap Górnik +1,5.
Beide Teams treffen: Ja @ 1,78 Die Monaco-Defensive verliert immer wieder die Konzentration und ist anfällig für physisches Pressing und Standards – genau die Stärken von Górnik. Gleichzeitig wird die langsame polnische Abwehr kaum in der Lage sein, die schnellen Kombinationen und Flügelläufe der Monegassen über 90 Minuten zu unterbinden, zumal Golowin zusätzliche Impulse gibt. Bereits im Hinspiel fielen fünf Tore (3:2). Zudem haben die Monegassen in allen Pflichtspielen der Saison getroffen, und die Gäste trafen in sieben der letzten neun Spiele. Somit spricht viel für gegenseitige Treffer.
Die Redaktionsprognose dient ausschließlich zu Informationszwecken und ist keine konkrete Handlungsempfehlung. Jeder Nutzer sollte vor einer Wettentscheidung eine eigene Analyse durchführen.
Monaco4-4-2
Górnik4-3-3
Das Rückspiel wird am 27. August 2026 um 18:45 Uhr im Stade Louis II in Monaco ausgetragen.
Takumi Minamino, Ansu Fati und Mattis Ablin sind verletzt, Folarin Balogun bereitet seinen Wechsel vor. Dagegen kehrt Alexander Golowin nach abgesessener Sperre zurück.
Monaco geht als klarer Favorit ins Rückspiel, da sie das Hinspiel mit 3:2 gewonnen haben und zu Hause spielen. Dennoch hat Górnik durch das knappe Ergebnis noch realistische Chancen aufs Weiterkommen.
Empfohlen werden ein Handicap von Górnik +1,5 (Quote 1,79) sowie eine Wette auf 'Beide Teams treffen' (Quote 1,78).
Górnik hatte eine ganze Woche Vorbereitungszeit und ist körperlich deutlich frischer, während Monaco ein anstrengendes Auswärtsspiel bestritt. Zudem zeigte Górnik im Hinspiel große Moral und ist bei Standardsituationen gefährlich.
Monacos Stärke ist die rechte Seite mit Vanderson sowie die gut einstudierte Umschaltbewegungen. Sie leiden jedoch defensiv bei Standards und Flanken – daraus fielen beide Gegentreffer im Hinspiel.