Freiburg
MotherwellAutor: Christian Scholz — Experte für Conference League, Europa League, Eredivisie, J1 League und Copa Sudamericana
Der SC Freiburg geht mit einem komfortablen 3:1-Auswärtssieg im Gepäck in das Rückspiel der Qualifikation zur Conference League gegen Motherwell. In der ersten Begegnung drehte die Mannschaft von Julian Schuster nach einem frühen Gegentreffer die Partie und stellte eindrucksvoll den Klassenunterschied unter Beweis.
Die Vorsaison können die Breisgauer durchaus als Erfolg verbuchen. Der siebte Tabellenplatz in der Bundesliga und der Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals sind respektable Ergebnisse, werden jedoch vom historischen Höhepunkt überstrahlt: Erstmals in der Vereinsgeschichte erreichte der SC Freiburg das Endspiel eines europäischen Wettbewerbs. Zwar unterlagen die „Schwarzwälder“ im Finale der Europa League Aston Villa chancenlos mit 0:3, dennoch ist dieser Erfolg für einen Klub, der stark auf eigene Talente setzt, eine außergewöhnliche Leistung.
Im Sommer verließ Jhoanner Manzambi den Verein in Richtung Aston Villa. Der 20-jährige Mittelfeldspieler, der bei der Weltmeisterschaft mit drei Toren und zwei Vorlagen auf sich aufmerksam gemacht hatte, spülte mit einer Ablöse von 60 Millionen Euro Rekordeinnahmen in die Kasse. Weitere 25 Millionen kamen durch den Wechsel von Merlin Röhl zum FC Everton hinzu. Mit diesen Mitteln stockte die sportliche Leitung systematisch mehrere Positionen auf: Mio Backhaus vom SV Werder Bremen ist der designierte Nachfolger für den Fall eines Abgangs von Noah Atubolu im Tor, Jannik Engelhardt vom Como Calcio und Keisuke Goto von RSC Anderlecht verstärken das Mittelfeld und den Angriff. Nicht unerwähnt bleiben sollte Nicolas Höfler, der nach 20 Jahren im Verein seine aktive Karriere beendete.
Die Vorbereitung der „Schwarzwälder“ verlief eher durchwachsen, doch unmittelbar vor dem Pflichtspielstart fand die Mannschaft in die Spur: Ein 3:0 gegen Crystal Palace sowie zwei 2:0-Erfolge gegen Racing Straßburg unterstrichen die aufsteigende Form. Das Hinspiel gegen Motherwell begann für den Bundesligisten denkbar schlecht – bereits in der zweiten Minute lag man zurück. Doch die Mannschaft ließ sich nicht beirren, drehte die Partie und gewann am Ende mit 3:1. Matchwinner war Matthias Ginter mit einem Doppelpack, den dritten Treffer steuerte Keisuke Goto bei. Nach dem Schottland-Trip deklassierte Freiburg im DFB-Pokal Fortuna Düsseldorf mit 5:1.
Die „Steelmen“ hatten bereits zwei Qualifikationsrunden in der Conference League überstanden und dabei den färöischen Vertreter NSÍ Runavík (2:0, 3:0) sowie den finnischen Klub HJK Helsinki (1:1, 2:0) ausgeschaltet. Unmittelbar vor dem Duell mit Freiburg folgte jedoch eine überraschende Niederlage: Im Ligapokal schied Motherwell nach Verlängerung gegen den unterklassigen FC Stenhousemuir mit 0:1 aus. In der schottischen Premiership hat die Mannschaft von Alfred Johansson nach zwei Spieltagen vier Punkte auf dem Konto.
Im Sommer verlor Motherwell seinen größten Star. Elijah Just (sieben Tore, acht Vorlagen in der Liga) wechselte zu Swansea City. Wenige Wochen zuvor war bereits Verteidiger Stephen Welsh, der zuvor auf Leihbasis für die Schotten spielte, denselben Weg gegangen.
Das Hinspiel offenbarte deutlich, dass Motherwell über die volle Distanz von 90 Minuten nicht mit dem Druck des SC Freiburg mithalten kann. Die unterschiedliche Klasse spiegelt sich eindrucksvoll in den erwarteten Toren (xG) wider: 2,30 für Freiburg gegenüber 0,23 für Motherwell. Auch die Ballarbeit zeigt ein klares Gefälle: Die deutsche Mannschaft spielte 568 Pässe (Genauigkeit 89,1 %), die Schotten kamen auf 383 Pässe (79,6 %). Zudem hatte Freiburg 44 Ballkontakte im gegnerischen Strafraum, Motherwell lediglich vier.
SC Freiburg (4-2-3-1): Backhaus – Kübler, Ginter, Rosenfelder, Mackengo – Eggestein, Engelhardt – Beste, Suzuki, Scherhant – Matanović Es fehlen: Muslija (verletzt) Cheftrainer: Julian Schuster
Motherwell (4-3-3): Poulsen – Ross, Knight-Lebel, Greenwood-Reich, Longelo – Lowrie, Fadinger, Hodge – Maswanhise, Charles-Cook, Said Es fehlen: Moormann (gesperrt), Hendry, McGinn (beide verletzt) Cheftrainer: Alfred Johansson
Der Italiener Andrea Colombo ist noch relativ neu auf der großen Bühne. In seiner bisherigen Karriere hat er etwas mehr als 100 Spiele geleitet. Im Schnitt zeigt der 35-Jährige pro Partie 4,81 gelbe Karten bei 27,5 Fouls. Auffällig: Colombo ist gegenüber der gastgebenden Mannschaft etwas nachsichtiger – im Durchschnitt verteilt er an Gäste etwa 2,82 Verwarnungen, an Gastgeber hingegen nur 2,26.
Hauptprognose: Sieg Freiburg mit Handicap (-1,5) @ 1,57
Der SC Freiburg ist traditionell heimstark im Europa-Park-Stadion. In den letzten 15 europäischen Heimspielen gab es nur drei Niederlagen, und in 60 % dieser Partien erzielte die Mannschaft mindestens zwei Tore. Die Atmosphäre und die Unterstützung der Fans verschaffen einen spürbaren psychologischen Vorteil, insbesondere gegen Gegner aus schwächeren Ligen. Motherwell muss mindestens zwei Tore erzielen, um die Spannung in der Begegnung zu erhalten, und wird daher gezwungen sein, nach vorne zu spielen und Räume zu öffnen. Zudem fehlt den Schotten im Rückspiel mit Moormann der etatmäßige Innenverteidiger. Alles spricht für einen klaren Erfolg der Hausherren mit mindestens zwei Toren Unterschied.
Prognose auf das Torverhältnis: Über 3,5 Tore @ 2,12
Bereits im Hinspiel fielen vier Treffer. Motherwell muss im Rückspiel offensiv agieren, um den Zwei-Tore-Rückstand aufzuholen. Freiburg ist in bestechender Form und hat in den letzten drei Pflichtspielen insgesamt elf Tore erzielt. Hinzu kommt der Heimvorteil. Daher ist mit einer torreichen Partie zu rechnen.
Die Redaktionsprognose dient ausschließlich zu Informationszwecken und ist keine konkrete Handlungsempfehlung. Jeder Nutzer sollte vor einer Wettentscheidung eine eigene Analyse durchführen.
Freiburg4-2-3-1
Motherwell4-3-3Im Spiel Freiburg gegen Motherwell in der Conference League setze ich darauf, dass die Gäste mehr als 2,5 Eckbälle schlagen werden. Ich bin überzeugt, dass Motherwell diese Marke erreicht und die Wette aufgeht.
Im Spiel Freiburg gegen Motherwell in der Conference League setze ich darauf, dass die Gäste mehr als 2,5 Eckbälle schlagen werden. Ich bin überzeugt, dass Motherwell diese Marke erreicht und die Wette aufgeht.
Das Spiel wird am 27. August 2026 um 18:45 Uhr im Europa-Park-Stadion in Freiburg ausgetragen.
Der SC Freiburg ist klarer Favorit. Die Mannschaft gewann das Hinspiel auswärts mit 3:1 und ist in bestechender Form.
Bei Freiburg fehlt Muslija verletzt. Bei Motherwell ist Moormann gesperrt, Hendry und McGinn sind verletzt.
Die Hauptprognose ist ein Sieg Freiburg mit Handicap (-1,5) bei einer Quote von 1,57. Zudem wird über 3,5 Tore bei 2,12 empfohlen.
Freiburg zeigte zuletzt starke Leistungen mit Siegen gegen Crystal Palace, Straßburg und einem 5:1 im DFB-Pokal. Motherwell schied dagegen im Ligapokal gegen einen unterklassigen Gegner aus.
Motherwell ging in der 2. Minute in Führung, doch Freiburg drehte die Partie und gewann am Ende mit 3:1. Matchwinner war Matthias Ginter mit einem Doppelpack.