Hapoel Tel Aviv
AtalantaAutor: Christian Scholz — Experte für Conference League, Europa League, Eredivisie, J1 League und Copa Sudamericana
Hapoel Tel Aviv hat sich in der Vergangenheit als harter Brocken für italienische Vereine erwiesen. Fünf Pflichtspiele haben die Rot-Weißen gegen Vertreter der Serie A bestritten, nur eines davon ging verloren. Die jüngste Kostprobe dieser Spezialität lieferten sie vergangene Woche in Bergamo, als sie ein torloses Remis gegen Atalanta erkämpften. Für die Mannschaft aus der Lombardei, die in den letzten drei Jahren stets die K.o.-Phase eines europäischen Wettbewerbs erreichte, steht nun die reale Gefahr im Raum, bereits in der Qualifikation zu scheitern.
Die Israelis genossen nach dem ersten Duell eine komplette Woche Spielpause, der Wettkampfrhythmus ist dennoch intakt. In sieben Pflichtspielen der laufenden Saison gab es nur eine Niederlage. Der Weg führte ins Finale des Toto-Pokals (immerhin das drittwichtigste Turnier des Landes) und durch zwei Runden der Conference-League-Qualifikation – mit Erfolgen gegen Ludogorez (2:0 und 2:2) sowie Katowice (2:0 und 1:2). In Bergamo präsentierte sich Hapoel defensiv diszipliniert, schaltete nur selten in schnelle Vertikalangriffe um und hielt dennoch in Sachen Chancenqualität mit: 0,72 xG aufseiten der Israelis, 0,77 xG bei Atalanta – ein nahezu ausgeglichener Wert.
Trainer Eljaniv Barda wird seine Mannschaft auf der nominellen Heimspielstätte in Ungarn (Stadion in Djosdjör) im selben Muster auflaufen lassen. Die Konter dürften jedoch messbar gefährlicher ausfallen. Zu Hause im laufenden Wettbewerb schießen die Rot-Weißen fast doppelt so oft aufs Tor wie auswärts (8,5 Torschüsse pro Partie gegenüber 4,3). Ein Wermutstropfen: Staw Turiel, der in der Qualifikation zwei Tore und eine Vorlage beisteuerte, fehlte bereits im Hinspiel verletzt und ist erneut fraglich. Sein Ersatzmann Douglas Owusu hat sich noch nicht vollständig ins System eingefügt – auf dem rechten Flügel lief in Bergamo deutlich weniger als gewohnt.
Die Atalanta der aktuellen Saison erinnert kaum an das Team, das vor zwei Jahren die Europa League gewann. Maurizio Sarris Stilwandel verläuft holprig. Seine Schützlinge tun sich im Positionsangriff schwer, Chancen zu kreieren. Nach dem Europapokal-Duell bestritten sie ihr erstes Serie-A-Spiel und besiegten Sassuolo mit 2:1 – ein Sieg, der jedoch nicht über die anhaltenden Probleme hinwegtäuscht. Wie schon gegen Hapoel lag der xG-Wert unter 1,0 (0,91), während der Gegner an diesem Tag deutlich mehr für die drei Punkte tat (2,68 xG).
Vor dem Rückspiel plagen Sarri große Personalsorgen in der Innenverteidigung. Drei zentrale Abwehrkräfte fallen aus, sodass das Duo Kossounu-Scalvini alternativlos ist. Letzterer zog sich unter der Woche zudem eine kleine Blessur zu und ist nicht auf seinem Höchstniveau. Die kreative Schaltzentrale Charles De Ketelaere ist dagegen wieder fit und sammelte gegen Sassuolo 30 Minuten Spielzeit. Da Atalanta voraussichtlich erneut Wege durch den israelischen Abwehrriegel finden muss, ist der Belgier eine plausible Option für die Startelf – er würde den direkteren Nicola Zalewski ersetzen.
Hapoel Tel Aviv (4-2-3-1): Tzur – Koko, Mayembo, Chico, Leidner – Falcao, Kraev – Owusu, Alkoukin, Altman – Dappa
Fraglich: Turiel, Boateng
Cheftrainer: Eljaniv Barda
Atalanta (4-3-3): Carnesecchi – Zappacosta, Kossounu, Scalvini, Bernasconi – Pasalic, Gaetano, Ederson – De Ketelaere, Krstovic, Raspadori
Verletzt: Hin, Kristensen, Ahanor, K. Sulemana
Cheftrainer: Maurizio Sarri
(Keine Angaben in der Quelle)
Hauptprognose: Hapoel Tel Aviv verliert nicht (Quote 2,40)
In den beiden ersten Pflichtspielen der Saison galt Atalanta jeweils als klarer Favorit, erfüllte diese Rolle jedoch in keiner Partie: ein ideenloses Unentschieden gegen Hapoel und ein glücklicher Sieg gegen Sassuolo, in dem der Gegner weit mehr Dominanz ausstrahlte. Wieder bietet die Quote auf den Außenseiter hohen Wert. Hapoel kann, wie bereits im Hinspiel, in einem strukturierten tiefen Block verteidigen – eine Mauer, die Sarris Team in Italien nicht durchbrechen konnte. Hinzu kommt eine statistische Serie: Atalanta verlor (auch mit früheren Trainern) alle drei Auswärtsspiele im Europapokal des laufenden Jahres. Die Israelis hingegen gewannen beide bisherigen «Heim»-Partien der Conference-League-Saison 2026/27. Die Wette auf „Hapoel verliert nicht“ ist daher die logische Konsequenz.
Prognose auf das Torverhältnis: Unter 2,5 Tore (Quote 2,12)
Von einem torreichen Spektakel ist nicht auszugehen. In Djosdjör verteidigt Hapoel im Europapokal sogar noch konzentrierter als auf fremden Plätzen – in beiden Qualifikationsrunden auf heimischem Boden kassierten sie kein Gegentor. Atalanta blieb unter Sarri in beiden Pflichtspielen unter der Marke von 1,0 xG (0,91 gegen Sassuolo). Die Kombination spricht klar für eine mager bepunktete Partie.
Die Redaktionsprognose dient ausschließlich zu Informationszwecken und ist keine konkrete Handlungsempfehlung. Jeder Nutzer sollte vor einer Wettentscheidung eine eigene Analyse durchführen.
Hapoel Tel Aviv4-2-3-1
Atalanta4-3-3Die durchschnittliche Anzahl eigener Eckbälle von Atalanta liegt bei etwa fünf pro Spiel. Deshalb setze ich auf mehr als 4,5 Eckstöße für die Gäste – das ist statistisch gut abgesichert.
Im Spiel Hapoel Tel Aviv gegen Atalanta setze ich auf die Gäste mit einem Handicap von -1,5 Toren. Das ist mein klarer Tipp für diese Partie, mehr braucht es dazu nicht.
Die durchschnittliche Anzahl eigener Eckbälle von Atalanta liegt bei etwa fünf pro Spiel. Deshalb setze ich auf mehr als 4,5 Eckstöße für die Gäste – das ist statistisch gut abgesichert.
Im Spiel Hapoel Tel Aviv gegen Atalanta setze ich auf die Gäste mit einem Handicap von -1,5 Toren. Das ist mein klarer Tipp für diese Partie, mehr braucht es dazu nicht.
Das Spiel findet am 27.08.2026 um 20:00 Uhr in Djosdjör (Ungarn) statt, der nominellen Heimspielstätte von Hapoel Tel Aviv.
Das Hinspiel in Bergamo endete 0:0. Damit ist die Ausgangslage für das Rückspiel in der Conference-League-Qualifikation völlig offen.
Atalanta geht als klarer Favorit ins Spiel, hat diese Rolle aber zuletzt nicht bestätigt: ein ideenloses 0:0 gegen Hapoel und ein glücklicher 2:1-Sieg gegen Sassuolo. Zudem verlor Atalanta alle drei Auswärtsspiele im Europapokal des laufenden Jahres.
Atalanta hat große Probleme in der Innenverteidigung: Drei zentrale Abwehrkräfte fallen aus, Scalvini ist angeschlagen. De Ketelaere ist dagegen wieder fit und eine Option für die Startelf.
Die Hauptprognose lautet: Hapoel Tel Aviv verliert nicht (Quote 2,40). Zudem wird Unter 2,5 Tore (Quote 2,12) empfohlen, da Hapoel in beiden Heimspielen der Qualifikation kein Gegentor kassierte.