Brighton
TromsøAutor: Christian Scholz — Experte für Conference League, Europa League, Eredivisie, J1 League und Copa Sudamericana
Das torlose Remis im Hinspiel der entscheidenden Qualifikationsrunde zur UEFA Conference League lässt beiden Teams noch alle Optionen offen. Nun kehrt der Spielbetrieb nach Brighton zurück, wo die „Möwen“ zum Auftakt der Premier League Aston Villa mit 4:0 abfertigten. Die Frage ist: Kann Tromsø dem Druck in der Fremde standhalten?
Im ersten Aufeinandertreffen übernahmen die Engländer sofort die Kontrolle: Mit 68 Prozent Ballbesitz, 25 Torschüssen und elf Eckbällen dominierten sie das Geschehen, scheiterten jedoch an der mangelnden Chancenverwertung. Nach dem Seitenwechsel riskierten Fabian Hürzelers Männer bei den eigenen Angriffen viel und gerieten beinahe in Rückstand, als der Gegner eine giftige Konterchance bis zum Alleingang vortrug – doch Bart Verbruggen rettete mit einer Glanztat das 0:0. Diese Begegnung offenbarte, dass die „Seagulls“ ihre Abschlussschwäche dringend abstellen müssen.
Dass die Offensive durchschlagskräftig sein kann, stellte Brighton am Wochenende in der Liga eindrucksvoll unter Beweis – ein 4:0-Kantersieg gegen Aston Villa. Auffällig: Die Startelf änderte sich im Vergleich zum Tromsø-Spiel nur auf drei Positionen. Ausgerechnet die Neueinsteiger Jack Hinshelwood und Max De Kaey verliehen dem Spiel den entscheidenden Impuls und erzielten drei der vier Tore noch vor der Pause. Im Rückspiel dürften beide daher von Beginn an auflaufen. Auch die Vorbereitungstests ließen aufhorchen: Acht Treffer in drei Partien (4:3 gegen Straßburg, 3:0 gegen die Roma, 1:0 gegen Bologna) untermauern die Offensivkraft.
Das Heimspiel gegen Brighton war eine Meisterleistung in Sachen Disziplin und Pragmatismus. Jörgen Viks Elf überließ dem Favoriten bewusst den Ball (nur 32 Prozent Ballbesitz), formierte einen tiefen Block und verriegelte sämtliche Räume im Zentrum. Dennoch blieb Tromsø nicht passiv: Mit gefährlichen Kontern begegneten sie den Engländern auf Augenhöhe, was die xG-Werte (1,36 zu 1,64) belegen. Torwart Jakob Haugor ragte mit sechs Paraden heraus und hielt den Kasten sauber.
Den engen Terminplan bewältigt das Team durch effizientes Rotieren. Im norwegischen Pokal gegen Ulfstind (5:0) wechselte das Trainerteam radikal durch – kein einziger Spieler der Startelf gegen Brighton stand im Kader. Die Führungskräfte wurden geschont und sind nun wieder voll belastbar. Das ist umso wichtiger, da der Europacup-Weg bisher holprig war: Nach dem Ausscheiden in der Europa-League-Qualifikation gegen Hradec Králové (0:1, 1:3) setzten sich die Norweger souverän gegen CFR Cluj (5:0, 2:1) in der Conference League durch. In der heimischen Eliteserien läuft es ebenfalls: Drei Siege aus den letzten vier Spielen festigen den dritten Tabellenplatz. Ein letzter Schritt auf internationaler Bühne fehlt noch zum Einzug in die Ligaphase.
Brighton (4-2-3-1): Verbruggen – Viffer, Vuskovic, Boscagli, Kadioglu – Gross, Ayari – Gomez, Hinshelwood, De Kaey – Rutter Es fehlen: Minteh, Mitoma, Tsimas, Baleba, Ferguson (alle verletzt) Cheftrainer: Fabian Hürzeler
Tromsø (5-2-1-2): Haugor – Dahlqvist, Wobedu, Skjervik, Tennessen, Varneryud – Edvardsson, Jensen – L. Larsen – Nihammer, H. Larsen Fraglich: Kornic Cheftrainer: Jörgen Vik
Die Partie leitet Sander van der Eijk aus den Niederlanden. Der Unparteiische gilt als eher zurückhaltend, was gelbe Karten betrifft – im Schnitt zeigt er 3,07 „Gelbe“ pro Spiel. Auch in der Conference League hält er mit 3,44 Verwarnungen pro Partie an diesem Stil fest und setzt lieber auf mündliche Ermahnungen.
Die Begegnung in Norwegen war für Brighton eher die Ausnahme als die Regel. Die Engländer dominierten (68 Prozent Ballbesitz, 25 Schüsse), scheiterten jedoch auf ungewohntem Kunstrasen an der Effizienz. Das offensive Potenzial ist dagegen unbestritten – die Kantersiege gegen die Roma (3:0) in der Vorbereitung und Aston Villa (4:0) in der Liga sprechen eine klare Sprache. Die Rückkehr auf den heimischen Naturrasen wird Hürzelers Team helfen, die gegnerische Abwehr zu knacken. Zudem zeigt sich Tromsø auf fremdem Platz verletzlich: Vier der letzten acht Auswärtsspiele gingen verloren, darunter ein 0:5 bei Bodø/Glimt. Sobald die Gastgeber den Führungstreffer erzielen, müssen die Norweger aufmachen – bei der spielerischen Klasse und der Kadertiefe Brightons könnte das zu einer deutlichen Niederlage führen. Tipp: Sieg Brighton mit Handicap -2,5 (Quote 2,00)
Tipp auf das Torverhältnis: Das Rückspiel verspricht Tore. Brighton erzielte im letzten Heimspiel vier Treffer gegen Aston Villa – und das innerhalb der ersten 30 Minuten. Mit einem frühen Führungstor der Hausherren würde sich die Partie öffnen. Da in den vergangenen sechs Auswärtsspielen von Tromsø mindestens vier Tore fielen, ist die Wette auf mehr als 3,5 Tore (Quote 1,95) absolut logisch.
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Tromsø5-2-1-2Prognosen zum Spiel Brighton – Tromsø erscheinen bald.
Das Spiel wird am 27.08.2026 um 20:30 Uhr im heimischen Stadion von Brighton ausgetragen.
Brighton ist klarer Favorit, insbesondere nach dem 4:0-Kantersieg gegen Aston Villa in der Premier League und der Rückkehr auf Naturrasen.
Bei Brighton fehlen Minteh, Mitoma, Tsimas, Baleba und Ferguson – alle sind verletzt.
Der Tipp lautet auf einen Sieg von Brighton mit Handicap -2,5 (Quote 2,00) sowie auf mehr als 3,5 Tore (Quote 1,95).
Tromsø zeigte im Hinspiel eine disziplinierte Defensive und hielt ein 0:0, ist aber auswärts anfällig – vier der letzten acht Auswärtsspiele gingen verloren.
Der konkrete TV-Sender oder Streamingdienst wird im Bericht nicht genannt, aber typische Übertragungswege für die Conference League sind DAZN oder UEFA.tv.