Austria Wien
BragaAutor: Christian Scholz — Experte für Conference League, Europa League, Eredivisie, J1 League und Copa Sudamericana
Seit nunmehr sieben Jahren in Folge hat sich Braga stets für die europäische Herbstphase qualifiziert – und in dieser Spielzeit steht der portugiesische Klub kurz davor, diese beeindruckende Serie zu verlängern. Dafür reicht es, den 2:0-Vorsprung aus dem Hinspiel gegen die Wiener Austria zu verteidigen. Die Österreicher wiederum haben in den letzten elf Duellen mit portugiesischen Teams keinen einzigen Sieg einfahren können.
Der Start in die heimische Bundesliga ist für den Rekordmeister alles andere als geglückt. Nach drei Runden stehen gerade einmal drei Zähler zu Buche, was den Verein im unteren Tabellendrittel festsetzt. Einzig die Auftritte in der Conference League sorgten zwischenzeitlich für Freude: Die „Veilchen“ setzten sich gegen Liepāja (2:0 und 3:1) sowie Beitar Jerusalem (2:1 und 1:2 n. E.) durch. Doch der erste echte Gradmesser namens Braga offenbarte schonungslos das wahre Leistungsvermögen. Die Mannschaft von Stefan Helm wurde von den Portugiesen tief in die eigene Hälfte gedrängt, das Kombinationsspiel erstickte, und zahlreiche Ballverluste waren die Folge.
Personell fehlt mit Philipp Wiesinger zwar der etatmäßige Innenverteidiger – er laboriert bereits seit längerem an einer Verletzung –, doch das ist nicht die eigentliche Baustelle. Vielmehr reicht das allgemeine Niveau des Austria-Kaders nicht einmal an die Spitze der österreichischen Liga heran, geschweige denn an eine der formstärksten Mannschaften der vergangenen Europa-League-Saison. Die talentiertesten Akteure der „Veilchen“ sind die jungen Mittelfeldspieler Philipp Maybach und Vasilije Marković. Doch auch sie waren im Hinspiel im Estádio Municipal de Braga nicht in der Lage, das Zentrum zu kontrollieren.
Zum Auftakt der portugiesischen Liga kam Braga nicht über ein 2:2 gegen den bescheidenen Moreirense hinaus. Doch unter Carlos Vicens hat das Team bereits in der Vorsaison bewiesen, dass der internationale Wettbewerb oberste Priorität genießt. Damals erreichten die „Gunners“ das Halbfinale der Europa League, nun greifen sie im dritthöchsten europäischen Bewerb an. In der Conference-League-Qualifikation schalteten sie Željezničar (1:0 und 4:0) sowie Dinamo Minsk (1:0 und 0:0) aus. Auch das erste Aufeinandertreffen mit der Austria gewannen sie souverän mit 2:0 – und das, obwohl weite Teile des Kaders zuvor an einer Magen-Darm-Infektion laboriert hatten (das Ligaspiel gegen Gil Vicente war deshalb sogar verschoben worden).
Der Sieg gelang, obwohl mit Ricardo Horta der langjährige Führungsspieler verletzt fehlte. Portugiesischen Medien zufolge fällt der Kapitän aufgrund einer Muskelverletzung zwei bis drei Wochen aus und steht auch im Rückspiel nicht zur Verfügung. Die Ausfälle der Innenverteidiger Niakaté und Arrey-Mbi bremsen die Gäste ebenfalls nicht. Die Abwehrformation wird von Partie zu Partie neu zusammengestellt, doch in der laufenden Conference-League-Saison hat Braga noch kein Gegentor kassiert.
Austria Wien (3-4-2-1): Sahin-Radlinger – Handl, Buhari, Feddersen – Nnodiim, Maybach, Marković, Šablaš – Fischer, Hettwer – Boateng Es fehlen: Wiesinger, Botic, Sarkaria (alle verletzt) Trainer: Stefan Helm
SC Braga (4-3-3): Bernardo – Bajrami, Lagerbielke, Barcia – Gomes, Moutinho, Tiknaž, Travassos – Huseinbašić, Silva – Victor Es fehlen: Niakaté, Arrey-Mbi, R. Horta (alle verletzt) Trainer: Carlos Vicens
Hauptprognose: Sieg Braga (Quote 2,01) Im Hinspiel fand Austria kein Mittel gegen das aggressive Pressing und die Ballbesitzdominanz der Portugiesen. Dass sich daran eine Woche später etwas ändert, ist nicht zu erwarten. Im Rückspiel müssen die „Veilchen“ zwingend nach vorne spielen, was die Konter der Gäste noch gefährlicher macht – denn Braga nutzt freie Räume exzellent. Die Portugiesen haben vier ihrer letzten fünf Qualifikationsspiele gewonnen. Auch gegen das schwächste österreichische Team in dieser Runde setzen wir auf einen Auswärtssieg.
Prognose auf die Toranzahl: Beide Teams treffen nicht (Quote 1,94) Eine stabile Defensive ist unter Carlos Vicens zur Markenzeichen von Braga geworden. Die offensiv limitierte Austria wird die Abwehr der Gäste kaum knacken. Im Hinspiel erzeugte die Helm-Elf trotz einer unerwartet offensiven Gangart der Portugiesen nur minimale Torgefahr (0,4 xG). Da Braga zudem in der laufenden Conference-League-Saison noch ohne Gegentor dasteht, tippen wir erneut auf die Wette „Beide Teams treffen nicht“.
Die Redaktionsprognose dient ausschließlich zu Informationszwecken und ist keine konkrete Handlungsempfehlung. Jeder Nutzer sollte vor einer Wettentscheidung eine eigene Analyse durchführen.
Austria Wien3-4-2-1
Braga3-4-2-1Braga sucht Trost in den moralischen Aspekten einer defensiven Ausrichtung. Genau diese Haltung stützt meinen Tipp auf mehr als 4,5 Eckbälle für Austria Wien.
Braga sucht Trost in den moralischen Aspekten einer defensiven Ausrichtung. Genau diese Haltung stützt meinen Tipp auf mehr als 4,5 Eckbälle für Austria Wien.
Das Spiel wird am 27. August 2026 um 20:30 Uhr ausgetragen. Es ist das Rückspiel der Conference-League-Qualifikation.
Braga ist klarer Favorit. Die Portugiesen führen nach dem 2:0-Hinspielsieg und haben in der laufenden Conference-League-Saison noch kein Gegentor kassiert.
Bei Austria Wien fehlt Innenverteidiger Philipp Wiesinger (verletzt). Bei Braga fallen Kapitän Ricardo Horta (Muskelverletzung), Niakaté und Arrey-Mbi aus.
Austria Wien steht nach drei Runden der Bundesliga mit nur drei Punkten im unteren Tabellendrittel. Die Mannschaft hat zuletzt in der Liga enttäuscht.
Die Hauptprognose ist ein Sieg von Braga (Quote 2,01). Zusätzlich wird darauf getippt, dass beide Teams nicht treffen (Quote 1,94), da Braga defensiv stark ist und Austria offensiv limitiert.
Informationen zur Übertragung sind im Spielplan des jeweiligen TV-Senders oder Streamingdienstes zu finden. Konkrete Sender werden im vorliegenden Text nicht genannt.