Anderlecht
KairatAutor: Christian Scholz — Experte für Conference League, Europa League, Eredivisie, J1 League und Copa Sudamericana
Der RSC Anderlecht hat im Hinspiel in Almaty ganze Arbeit geleistet. Mit einem souveränen 3:0-Auswärtssieg gegen Kairat Almaty haben sich die Belgier eine komfortable Ausgangslage für das Rückspiel in der Europa-League-Qualifikation verschafft. Die Frage ist nun: Kann der kasachische Vertreter eine zweite Niederlage in Folge vermeiden, oder setzt sich die Überlegenheit der Hausherren erneut durch?
Die Mannschaft von Trainer Vitor Bruno zeigte im ersten Aufeinandertreffen eine beeindruckende Effizienz. Drei Treffer in der Fremde und die weiße Weste in der Defensive sprechen eine deutliche Sprache. Hätte Anderlecht nach der Pause nicht etwas nachgelassen, als die Führung bereits komfortabel war, hätte das Ergebnis sogar noch höher ausfallen können. Entscheidend ist, dass die Belgier dem Gegner keine einzige Torchance ermöglichten.
Mit einem Drei-Tore-Polster im Rücken kann Bruno nun rotieren, schließlich wartet am Wochenende das Derby gegen Union Saint-Gilloise in der belgischen Liga. Anderlecht muss nicht überstürzt angreifen. Stattdessen kann die Mannschaft ruhig den Ball zirkulieren lassen, auf Fehler des Gegners lauern und bei übermäßigem Risiko der Gäste zuschlagen. In den letzten beiden Europapokal-Heimspielen gegen Hammarby (3:1) und PAOK (3:2) zeigte sich das Team vor eigenem Publikum zudem treffsicher.
Die Ausgangslage für Kairat ist nach der Heimniederlage denkbar ungünstig. Die 0:2-Pleite stand bereits fest, bevor Schirobokow die Rote Karte sah – die Unterzahl war also nicht ursächlich für die Niederlage. Mit nur fünf Torschüssen gelang es den Kasachen nicht einmal, ein Ehrentor zu erzielen. Die Qualitätsunterschiede zwischen beiden Teams waren offensichtlich.
Sollte Kairat noch an ein Wunder glauben, muss das Rückspiel völlig anders verlaufen. Die Mannschaft ist gezwungen, mehr Risiko zu gehen und den Gegner früh zu attackieren. Das könnte zwar zu eigenen Chancen führen, öffnet aber zwangsläufig Räume in der Defensive. Hinzu kommt eine torlose Serie: In den letzten drei Europapokal-Partien gelang Kairat kein Treffer – darunter zwei 0:1-Niederlagen gegen Lewski Sofia in der Champions-League-Qualifikation.
Anderlecht (4-4-2): Coosemans – Vinkler, Keita, Barry, Augustinsson – Ambros, Llansana, Kana, Antman – Digriff, Bertaccini
Verletzt fehlen: Kamara, Sardella, Hey, Hatembur, N'Diaye
Trainer: Vitor Bruno
Kairat (4-2-3-1): Anarbekow – Tapalow, Sadybekow, Afriko, Mata – Oksanen, Mendonca – Mrynski, Gual, Jukkola – Edmilson
Nicht einsatzbereit: Jorginho (Verletzung), Schirobokow (Gelbsperre)
Trainer: Rafael Urasbachtin
Der erfahrene norwegische Referee leitet die Partie. Eskas hat bereits 15 Spiele in der Europa League gepfiffen. Im Durchschnitt zeigt er 4,27 Gelbe Karten pro Partie bei 23,64 Fouls. In dieser Saison war er bereits beim Duell zwischen Roter Stern Belgrad und Viktoria Pilsen im Einsatz, wo er sechs Verwarnungen aussprach.
Hauptprognose: Nach dem klaren Hinspielerfolg ist Anderlecht so gut wie qualifiziert. Das anstehende Ligaderby dürfte für die Belgier jedoch höhere Priorität haben, weshalb mit einer rotierten Startelf zu rechnen ist. Die Motivation der Hausherren wird nicht an die der Vorwoche heranreichen. Kairat kann daher auf eine vermeidbare hohe Niederlage hoffen. In der Champions-League-Qualifikation verlor der Klub beide Spiele gegen Lewski Sofia nur knapp mit 0:1. Daher bietet sich die asiatische Handicap-Wette auf Kairat (+1,5) zu einer Quote von 1,62 an.
Torprognose: Kairat muss nach dem 0:3 offensiver agieren und wird dadurch mehr Räume preisgeben. Anderlecht traf in Almaty bereits vor Schirobokows Platzverweis doppelt und erzielte in den letzten drei Europapokal-Spielen stets mindestens drei Tore. Aufgrund des Polsters und der Rotation ist eine ähnliche Torausbeute nicht zwingend zu erwarten, aber die offenere Spielweise sollte den Belgiern genügend Chancen bieten. Gleichzeitig brauchen die Gäste dringend einen eigenen Treffer. Die Wette auf über 2,5 Tore liegt bei einer Quote von 1,73.
Die Redaktionsprognose dient ausschließlich zu Informationszwecken und ist keine konkrete Handlungsempfehlung. Jeder Nutzer sollte vor einer Wettentscheidung eine eigene Analyse durchführen.
Anderlecht4-4-2
Kairat4-2-3-1Prognosen zum Spiel Anderlecht – Kairat erscheinen bald.
Das Spiel wird am 27. August 2026 um 20:30 Uhr ausgetragen. Der Austragungsort ist das Heimstadion von Anderlecht.
Anderlecht gewann das Hinspiel in Almaty souverän mit 3:0 und hat damit eine komfortable Führung für das Rückspiel.
Bei Anderlecht fehlen verletzt Kamara, Sardella, Hey, Hatembur und N'Diaye. Bei Kairat ist Jorginho verletzt und Schirobokow gesperrt.
Die Hauptprognose ist die asiatische Handicap-Wette auf Kairat (+1,5) zu einer Quote von 1,62. Zudem wird die Wette auf über 2,5 Tore zu einer Quote von 1,73 empfohlen.
Anderlecht ist klarer Favorit, da sie das Hinspiel mit 3:0 gewonnen haben und vor heimischem Publikum spielen.
Kairat hat in den letzten drei Europapokal-Partien kein Tor erzielt und verlor unter anderem zweimal mit 0:1 gegen Lewski Sofia in der Champions-League-Qualifikation.