Benfica
St. GallenDie erste Begegnung zwischen Benfica Lissabon und dem FC St. Gallen endete mit einer sensationellen 2:1-Auswärtsniederlage der Portugiesen, die nach sechs Jahren Abstinenz in die zweitwichtigste europäische Klubkonkurrenz zurückkehrten. Benfica geht zwar als Favorit in diese Paarung, doch die Frage bleibt, ob die Adler alle offenen Fragen bereits in der regulären Spielzeit klären können.
Die Águias haben die Qualifikation für europäische Wettbewerbe in den letzten fünf Jahren nicht verloren. In dieser Phase gelang ihnen viermal der Sprung in die Gruppenphase der Champions League, wobei sie in den Rückspielen nie unterlagen. Die Niederlage im Hinspiel war jedoch ein Novum, denn zum ersten Mal befand sich das Team von Trainer Marco Silva in der Verfolgerrolle. Die Portugiesen unterschätzten ihren Gegner offenbar, was sich nicht nur im Ergebnis, sondern auch in der Spielweise widerspiegelte. Trotz 61 Prozent Ballbesitz gelangen ihnen nur 14 Torschüsse, während St. Gallen 17 Abschlüsse verzeichnete. Auch die erwarteten Tore (xG) sprachen mit 1,32 zu 1,74 für die Schweizer. Die kurze Sommer-Vorbereitung mit nur zwei Testspielen gegen Flamengo (1:2) und Villarreal (2:0) könnte eine Rolle gespielt haben. Am Tag nach dem Europa-League-Spiel gab Marco Silva seinen Reservisten Spielpraxis, die ihn mit einem 5:1-Kantersieg gegen Belenenses aus der dritten Liga belohnten. Gianluca Prestianni traf dabei doppelt, wird aber im anstehenden Spiel aufgrund einer Sperre fehlen.
Erwarten Sie Veränderungen in der Startelf im Vergleich zum Spiel in der Schweiz. Der Fehler von Alexander Bah, der zum ersten Gegentreffer führte, ist ein starkes Argument für einen Wechsel zu Amar Dedić. Tiago Gouveia überzeugte nach seiner Einwechslung mit zwei Schlüsselpässen in 24 Minuten und verdient sich einen Startelfplatz anstelle des Neuzugangs Jakub Kamiński. Fraglich sind die Einsätze von Fredrik Aursnes, Richard Ríos, Dodi Lukebakio und Andreas Schjelderup, da sie aufgrund der Weltmeisterschaft später in den Urlaub gestartet sind.
Die Mannschaft von Enrico Maassen ließ sich von den deutlichen Testspielniederlagen gegen Lyon (3:6) und Norwich City (0:3) nicht beirren. Die drei Tore gegen die Franzosen waren bereits ein deutlicher Hinweis auf die Effektivität im Angriff. Diese Bestätigung fand das Team auch zum Auftakt der Schweizer Meisterschaft: Bei einem xG-Wert von 1,64 gelangen zwei Treffer zum 2:1-Sieg gegen den FC Zürich. Den Siegtreffer erzielte Andrin Hunziker, der bisher keinen Stammplatz hat. Er ist ein typischer Zielspieler, während der Trainerstab auf schnellen, vertikalen Fußball setzt. Daher erhalten im Angriff derzeit die beiden Flügelstürmer Alieu Baldé und Christian Witzig den Vorzug.
Das Lazarett der Mannschaft ist nicht leer, aber es gibt keine kritischen Ausfälle. Am stärksten betroffen ist die zentrale Achse der Abwehr, weshalb unerfahrene Spieler aus der Jugend auf der Bank Platz nehmen müssen. Der gesamte Kader ist jedoch einsatzbereit. Der vielversprechende Cyrill May gehörte früher zur Stammformation, hat seinen Platz dort aber bereits vor seiner Verletzung verloren. Bemerkenswert ist, dass der Trainerstab im Spiel gegen Zürich keine Rotation vornahm, sodass den Spielern nur drei Tage zur Regeneration bleiben. Benfica hingegen bereitete sich in einem normalen Wochenrhythmus vor.
Benfica (4-2-3-1): Trubin – Dedić, Silva, Lenglet, Dahl – Manu Silva, Barrenechea – Rafa Silva, Sudakov, Gouveia – Pavlidis
Nicht spielberechtigt: Prestianni (Sperre), Aursnes, Ríos, Lukebakio, Schjelderup (alle fraglich)
Cheftrainer: Marco Silva
St. Gallen (3-5-2): Ati-Zigi – Okoroji, Stanić, Gall – Vandermersch, Buchalifa, Daschner, Görtler, Stevanović – Witzig, Baldé
Nicht spielberechtigt: May, Kleine-Bekel, Ambrosius, Neziri, Weibel, Efekele, Scherrer (alle verletzt)
Cheftrainer: Enrico Maassen
Der deutsche Unparteiische war in der vergangenen Saison der loyalste Schiedsrichter der Bundesliga mit durchschnittlich nur 2,21 gelben Karten pro Spiel.
Prognosen zum Spiel Benfica gegen St. Gallen erscheinen bald.
Das Rückspiel wird am 30.07.2026 um 21:00 Uhr in der Europa League ausgetragen.
Benfica Lissabon geht als Favorit in die Partie, obwohl sie das Hinspiel mit 1:2 verloren haben.
St. Gallen gewann das Hinspiel zu Hause sensationell mit 2:1 und geht daher mit einem Vorsprung ins Rückspiel.
Gianluca Prestianni ist gesperrt. Zudem sind Fredrik Aursnes, Richard Ríos, Dodi Lukebakio und Andreas Schjelderup fraglich.
Bei St. Gallen fehlen verletzt: May, Kleine-Bekel, Ambrosius, Neziri, Weibel, Efekele und Scherrer.