Thun
Víkingur ReykjavíkDie Champions-League-Saison 2026/27 findet ohne die Meister der Schweiz und Islands statt. Sowohl der FC Thun als auch Vikingur Reykjavik sind bereits in der Qualifikation für die Königsklasse gescheitert und kämpfen nun um den Einzug in die Europa League. Der FC Thun startet unter einem neuen Trainer denkbar schlecht in die Meisterschaft und muss im anstehenden Duell zudem auf seinen Kapitän verzichten. Vikingur Reykjavik wurde für seine defensive Ausrichtung in Auswärtsspielen bestraft. Werden die „Wikinger“ ihren Ansatz ändern, um den vermeintlich stärkeren Gegner zu bezwingen?
Der FC Thun war eine der großen Überraschungen des gesamten europäischen Fußballs in der vergangenen Saison: Direkt nach dem Aufstieg aus der zweithöchsten Schweizer Spielklasse sicherte sich das Team sensationell den Meistertitel in der Super League. Nach 20 Jahren kehrte die Mannschaft damit auch in die Champions League zurück, hat ihren Platz im wichtigsten europäischen Wettbewerb jedoch bereits wieder verloren. Im vergangenen Sommer verließ Cheftrainer Mauro Lustrinelli überraschend den Verein. Gian-Luca Privitelli wurde in aller Eile als sein Nachfolger verpflichtet, doch die Harmonie war dahin. Der vorherige Trainer setzte auf romantischen und mutigen Fußball, der Neue hingegen legt den Fokus auf Pragmatismus und Disziplin. Zudem ließen sich umfangreiche personelle Veränderungen nicht vermeiden.
Der Kader wurde mit Innenverteidiger Nicolas Bürgi, Mittelfeldspieler Nasim Zukit und Stürmer Furkan Dursun verstärkt. Die Integration der Neuzugänge benötigte jedoch Zeit, die nicht vorhanden war. In drei Testspielen gelang Thun nur ein Sieg. Anschließend scheiterte man an Dinamo Zagreb (1:1, 2:2) und unterlag nach zwei Unentschieden in der Verlängerung. In beiden Partien hatten die „Rot-Weißen“ gegen die Kroaten das Nachsehen, was den erwarteten Torwert (xG) betrifft (3,92 xG für Zagreb gegenüber 2,03 xG für Thun), hatten weniger Ballbesitz und gaben eine komfortable 2:0-Führung im Rückspiel aus der Hand. Besonders ärgerlich: Nach dem Spiel in Zagreb fehlt dem Team zudem der etatmäßige Innenverteidiger Marco Bürki. Die Situation wird dadurch verschärft, dass Thun in der Meisterschaft zuhause eine desaströse 0:6-Niederlage gegen die Young Boys kassierte.
Die isländische Meisterschaft war in vollem Gange, als die neue Champions-League-Kampagne begann. Aus diesem Grund ging Vikingur Reykjavik in den bestmöglichen körperlichen Verfassung in die europäischen Schlachten. In der heimischen Liga führt der Verein die Tabelle souverän an und gilt als die stabilste und zweit-torgefährlichste Mannschaft. Auch in der Champions-League-Qualifikation starteten die „Wikinger“ sehr erfolgreich und schalteten als Außenseiter den ungarischen Vertreter Györ (1:0, 2:2) aus. Im ersten Spiel der zweiten Runde besiegte das Team den israelischen Klub Hapoel Be’er Scheva (1:0). Beide Male zuhause stellten die Isländer ihre Gegner kalt, ließen nichts zu und setzten sich dann in der Schlussphase mit ihrem Kampfgeist nach der 80. Minute durch.
Auswärts sieht die Sache jedoch völlig anders aus. Gegen Györ unterlag die Mannschaft im erwarteten Torwert (1,27 xG gegenüber 2,20 xG) und gab nur zwei Torschüsse auf das Tor ab, die auf wundersame Weise eine 100-prozentige Effektivität zeigten. Gegen den israelischen Gegner hatte das Team erneut wenig Ballbesitz, steigerte die Anzahl der gefährlichen Aktionen nicht, blieb diesmal jedoch torlos, obwohl es in der Nachspielzeit einen Elfmeter für sich reklamierte. Es fällt auf, dass der Trainerstab den meisten Stammspielern am Wochenende in der Meisterschaft keine Pause gönnte. Vikingur kam gegen Akranes nicht über ein 2:2 hinaus, was ebenfalls auf fehlende Ressourcen hindeutet, denn die ersten Ausrutscher in der nationalen Liga traten mit dem Beginn der Europapokalspiele auf.
Thun (4-4-2): Steffen – Fehr, Bamert, Bürgi, Heule – Reichmuth, Roth, Zukit, Matoshi – Dursun, Labo
Es fehlen: Montolio, Kyei (beide verletzt), Bürki (gesperrt)
Cheftrainer: Gian-Luca Privitelli
Vikingur Reykjavik (4-3-3): Frid
Thun4-4-2
Víkingur Reykjavík4-3-3Prognosen zum Spiel Thun gegen Víkingur Reykjavík erscheinen bald.
Das Spiel der Europa-League-Qualifikation zwischen dem FC Thun und Víkingur Reykjavík findet am 06.08.2026 um 20:00 Uhr statt.
Beide Teams sind in der Champions-League-Qualifikation gescheitert und kämpfen nun um den Einzug in die Europa League. Thun scheiterte an Dinamo Zagreb, während Víkingur Reykjavík in der zweiten Runde ausschied.
Der FC Thun wird als vermeintlich stärkerer Gegner angesehen, auch wenn die Schweizer zuletzt schwache Ergebnisse zeigten. Víkingur Reykjavík muss seine defensive Ausrichtung in Auswärtsspielen überdenken.
Thun startete schlecht in die Saison: Nur ein Sieg in drei Testspielen, das Aus in der Champions-League-Qualifikation gegen Dinamo Zagreb und eine 0:6-Heimniederlage gegen die Young Boys in der Meisterschaft.
Ja, Thun muss auf seinen Kapitän und Innenverteidiger Marco Bürki verzichten, der gesperrt ist. Zudem fehlen Montolio und Kyei verletzungsbedingt.
Víkingur Reykjavík zeigt in Auswärtsspielen der Europapokale deutliche Schwächen: wenig Ballbesitz, wenige Torchancen und zuletzt eine 0:1-Niederlage gegen Hapoel Be’er Scheva. In der heimischen Liga führte das Team zuletzt nur zu einem 2:2 gegen Akranes.