Maccabi Tel Aviv
ZSKA SofiaDie dritte Qualifikationsrunde zur Europa League wirft ihre Schatten voraus, und das Duell zwischen Maccabi Tel Aviv und ZSKA Sofia hat eine besondere Brisanz. Die Israelis müssen ihr „Heimspiel“ im georgischen Batumi austragen – und das vor komplett leeren Rängen. Die UEFA hat den Klub nach dem Einsatz von Pyrotechnik durch Fans im Rückspiel der zweiten Qualifikationsrunde gegen Sheriff Tiraspol zu einer Geisterpartie verdonnert. Eine zusätzliche Hypothek für den Favoriten, der dennoch mit breiter Brust anreist. Die Frage lautet: Kann der bulgarische Außenseiter die Gunst der Stunde nutzen und die favorisierten Israelis ärgern?
Die Israelis haben sich in beeindruckender Manier auf die Saison vorbereitet. Bereits im Supercup-Finale gegen Hapoel Be’er Scheva zeigte das Team von Trainer Kenny Miller seine Klasse und siegte souverän mit 3:1 – bemerkenswert: Der dritte Treffer fiel in Unterzahl, ein klares Indiz für die hervorragende körperliche Verfassung der Mannschaft. In der Europa-League-Qualifikation ließ Maccabi dann keinerlei Zweifel aufkommen: Beim 5:0-Auswärtssieg gegen Sheriff Tiraspol zerlegte das Team den Gegner mit blitzschnellen Kontern und eiskalter Chancenverwertung. Das Rückspiel wurde anschließend pragmatisch und energiesparend mit 1:0 gestaltet – ganz nach dem Motto: Ergebnis verwalten, Kräfte schonen.
Der unumstrittene Star dieser ersten Pflichtspiel-Wochen ist Stürmer Saed Abu Farchi, der bereits vier Treffer erzielte. Auf der rechten Seite sorgt Sagiv Jecheskel mit seiner Dynamik für ständige Gefahr – seine Bilanz von einem Tor und drei Vorlagen spricht für sich. Trainer Miller warnt jedoch vor zu viel Euphorie: Er betont, dass ZSKA Sofia die bisherigen Gegner an Klasse und Aggressivität übertrifft. Das bevorstehende Duell sei die bislang schwerste Prüfung. Die leeren Ränge in Batumi machen die Aufgabe nicht einfacher, doch der Favorit zeigt sich bislang unbeeindruckt von äußeren Umständen.
Die Bulgaren haben unter Trainer Christo Janew eine bemerkenswerte taktische Wandlungsfähigkeit bewiesen. In der ersten Runde gegen Derry City (3:2, 2:1) setzte das Team auf temporeichen Fußball mit permanentem Druck über die Flügel. Gegen das defensiv stärkere Qarabag Agdam (0:0, 0:0, Sieg im Elfmeterschießen mit 5:4) zog sich ZSKA hingegen in einen tiefen Block zurück und überstand eine lange Phase des gegnerischen Drucks – nicht ohne Glück, denn einige Großchancen der Aserbaidschaner wurden vergeben. Der entscheidende Faktor war einmal mehr Torhüter Lapouchov, der mehrfach glänzend parierte und im Elfmeterschießen einen Schuss entschärfte.
Besonders klug agiert Janew beim Management der Belastung. Im jüngsten Ligaspiel gegen Dunaw Russe (2:1) rotierte er kräftig durch und schonte Schlüsselspieler wie Stefano Sensi, Jean-Philippe Gbamin und Top-Stürmer Ioannis Pittas (vier Saisontore), die erst in der zweiten Halbzeit eingewechselt wurden. ZSKA reist also ohne personelle Ausfälle an – doch die Belastung ist hoch: Es ist bereits das dritte Spiel innerhalb von acht Tagen, eines davon ging sogar über 120 Minuten.
Maccabi Tel Aviv (4-3-3): Melika – Ben Harusch, Kamara, Schlomo, Rewiwo – Schachar, Sissoko, Perez – Jecheskel, Abu Farchi, Varela
Ausfälle: Gropper, Belic, Lajus, Nikolaschu (alle verletzt)
Trainer: Kenny Miller
ZSKA Sofia (4-4-2): Lapouchov – Pastor, Rodrigues, Iwanow, Martino – Ebong, Gbamin, Jordau, Sensi – Godoy, Pittas
Ausfälle: keine
Trainer: Christo Janew
Der Litauer ist ein strenger Unparteiischer, der häufig zur Gelben Karte greift. Im Schnitt zeigt er 4,56 Verwarnungen pro Spiel, in jedem dritten Match gibt es einen Platzverweis oder einen Strafstoß. In europäischen Wettbewerben agiert er sogar noch konsequenter: 4,61 Gelbe Karten pro Partie und eine Rote Karte alle zweieinhalb Spiele. Die Teams sollten sich also auf eine intensive Zweikampfführung mit entsprechenden Konsequenzen einstellen.
Maccabi Tel Aviv4-3-3
ZSKA Sofia4-4-2Prognosen zum Spiel Maccabi Tel Aviv gegen ZSKA Sofia erscheinen bald.
Das Spiel wird am 6. August 2026 um 18:00 Uhr (Ortszeit) im georgischen Batumi ausgetragen.
Die UEFA hat Maccabi Tel Aviv nach dem Einsatz von Pyrotechnik durch Fans im Rückspiel gegen Sheriff Tiraspol zu einer Geisterpartie verurteilt. Daher findet das Spiel in Batumi ohne Zuschauer statt.
Maccabi Tel Aviv gilt als Favorit, auch wenn das Geisterspiel eine zusätzliche Hypothek darstellt. Trainer Miller warnt jedoch vor ZSKA, das die bisherigen Gegner an Klasse und Aggressivität übertrifft.
Bei Maccabi Tel Aviv fallen Gropper, Belic, Lajus und Nikolaschu verletzt aus. ZSKA Sofia reist ohne personelle Ausfälle an.
Maccabi Tel Aviv gewann den Supercup mit 3:1 und setzte sich in der Qualifikation souverän gegen Sheriff Tiraspol durch (5:0, 1:0). ZSKA Sofia bezwang Derry City und Qarabag (Elfmeterschießen) und rotierte zuletzt im Ligaspiel gegen Dunaw Russe (2:1).