PAOK
AnderlechtEin Auswärtsspiel im Stadion "Tumba" ist für jeden Klub eine knallharte Bewährungsprobe. In der dritten Qualifikationsrunde der Europa League versucht sich nun RSC Anderlecht an dieser Herausforderung. Die Griechen marschieren mit beeindruckender Souveränität durch das Turnier und entfalten dabei eine gefährliche Offensivwucht. Für die angeschlagene Defensive der Belgier wird diese Partie zum ultimativen Härtetest.
PAOK Thessaloniki absolvierte eine erfolgreiche Testspielphase im Sommer und feierte drei Siege in vier Begegnungen. Besonders bemerkenswert: Die Erfolge gegen die belgischen Teams Beveren (4:1) und Westerlo (4:0). In die Begegnung mit Anderlecht gehen die Griechen nach einem souveränen Weiterkommen gegen Dynamo Kiew in der vorherigen Runde (3:2, 2:0). Yannis Konstantelias avancierte zum entscheidenden Faktor dieser Runde und erzielte in zwei Partien gegen die Ukrainer drei Treffer.
Taktisch setzt die Mannschaft von Trainer Alessio Lisi auf aggressives Pressing und blitzschnelle Umschaltbewegungen. Gegen die Belgier werden die Hausherren versuchen, von der ersten Minute an das Tempo anzuheben und die Initiative an sich zu reißen. Ziel ist es, das Spielgeschehen weit von der eigenen Abwehrkette fernzuhalten und dem Gegner schlichtweg den Raum für gefährliche Konter zu nehmen.
Dieser Drang nach Dominanz in der Offensive gewinnt vor dem Hintergrund der aktuellen Personalsituation bei PAOK zusätzlich an Bedeutung. Der Klub hat im Sommer einen tiefgreifenden Umbau der Defensive eingeleitet. Der Abgang einer Reihe erfahrener Verteidiger, darunter Tomasz Kędziora und Dejan Lovren, zwang das Team dazu, neue Spieler zu integrieren. Chatzidiakos und Elustondo fehlt es derzeit noch an der nötigen Abstimmung – ein klarer Schwachpunkt bei Ballverlusten im Spielaufbau. Die Personalsorgen beschränken sich jedoch nicht nur auf die Abwehrreihe: Die Verletzungen von Defensivspezialist Soualiho Meïté und dem neuverpflichteten Flügelspieler Tahith Chong schränken die taktischen Rotationsmöglichkeiten empfindlich ein. Dennoch gleicht PAOK diese Defizite durch die herausragende Form von Konstantelias und die Erfahrung des 35-jährigen Taison aus, der mit seinen klugen Zuspielen immer wieder Torchancen generiert.
Die Vorbereitung des RSC Anderlecht lieferte auf den ersten Blick ordentliche Ergebnisse: Drei Siege und ein Unentschieden in den Testspielen. Doch die spielerische Qualität bleibt hinter diesen Zahlen zurück. In der Europa League setzten sich die Belgier gegen Hammarby IF (1:1, 3:1) durch. Dieses Weiterkommen war weniger das Resultat einer überlegenen Spielanlage, sondern vielmehr das Ergebnis von Kampfgeist und individueller Klasse. Bis zur 81. Minute der zweiten Begegnung stand es noch unentschieden.
Trainer Vitor Bruno versucht, sein Team in einem 4-2-3-1-System zu formen. Es mangelt dem Team jedoch an einem kreativen Spielmacher, der das Tempo kontrollieren und die verschiedenen Mannschaftsteile miteinander verbinden kann. Damit fällt es den Brüsselern schwer, über die gesamte Spieldauer hinweg die eigenen Bedingungen zu diktieren. Gegen ein aggressives PAOK, das von Beginn an die Geschwindigkeit forciert, wird das Fehlen einer stabilen Ballkontrolle im Zentrum zu einem ernsthaften Problem.
Die personelle Situation bei Anderlecht verschärft diese taktischen Schwierigkeiten deutlich. Ein umfassender Ausverkauf von Leistungsträgern – darunter die Abgänge von Nathan De Cat, Jan-Carlo Simić und Keisuke Goto – zwang die Vereinsführung zu einem umfassenden Neuaufbau. Die Neuzugänge Lukáš Ambros und Oliver Antman sind noch nicht vollständig in das System integriert. Im Sturmzentrum bleibt fast nur die Option auf Danylo Sikan. Der schwerste Schlag traf jedoch die Defensive: Gleich zwei rechte Verteidiger – Ilay Camara und Killian Sardella – sind verletzt. Hinzu kommen die Ausfälle von Innenverteidiger Lucas Hey und Defensivmann Cédric Hatenboer. Die offene Außenbahn und das geschwächte Zentrum der Belgier werden zur idealen Angriffsfläche für den formstarken Taison und
PAOK4-2-3-1
Anderlecht4-2-3-1Prognosen zum Spiel PAOK gegen Anderlecht erscheinen bald.
Das Spiel findet am 6. August 2026 um 19:45 Uhr im Stadion 'Tumba' in Thessaloniki statt.
Laut der Analyse ist PAOK der Favorit, da sie mit beeindruckender Souveränität durch das Turnier marschieren und eine gefährliche Offensivwucht entfalten.
PAOK gewann drei von vier Testspielen und setzte sich souverän gegen Dynamo Kiew durch. Anderlecht hatte ordentliche Testspielergebnisse, aber die spielerische Qualität bleibt hinter den Zahlen zurück.
Ja, PAOK hat Verletzungen von Defensivspezialist Soualiho Meïté und Flügelspieler Tahith Chong. Zudem fehlt es der neuen Abwehr um Chatzidiakos und Elustondo an Abstimmung.
Bei Anderlecht sind die rechten Verteidiger Ilay Camara und Killian Sardella sowie Innenverteidiger Lucas Hey und Defensivmann Cédric Hatenboer verletzt.
PAOK setzt auf aggressives Pressing und blitzschnelle Umschaltbewegungen, um von Beginn an Tempo zu machen und das Spielgeschehen von der eigenen Abwehr fernzuhalten.