Dukagjini
LuganoDas Stadion „Hajvalia“ im Kosovo wird am Mittwochabend erneut Schauplatz eines europäischen Klubwettbewerbs sein. Zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte versucht der lokale Klub Dukagjini, sich für die Ligaphase der Conference League zu qualifizieren. Aus der Schweiz brachte die Mannschaft eine 0:1-Niederlage mit und ist bereit für ein Comeback. Doch wird dies gelingen, wenn man bedenkt, dass auch Lugano seinen europäischen Herbst klar vor Augen hat?
Dukagjini ist kein häufiger Gast auf der europäischen Bühne. Die laufende Saison ist erst die zweite für diesen Klub aus dem Kosovo. Der erste Versuch endete nicht mit Erfolg. In der Saison 2023/24 überstanden die „Weiß-Grünen“ in der ersten Runde den gibraltarischen Vertreter Europa FC (2:1, 3:2), wurden dann aber vom deutlich erfahreneren kroatischen Klub Rijeka (0:1, 1:6) aus dem Wettbewerb geworfen. Trainer Arsim Thaqi führte den Klub zurück auf die europäische Bühne. Mit ihm an der Seitenlinie gelang Dukagjini eine Serie von vier Siegen zum Ende der Saison 2025/26, inklusive des Gewinns des nationalen Pokals. In der Sommerpause behielt der Trainer seinen Posten und setzte weiterhin auf einen äußerst pragmatischen Stil mit Fokus auf die Defensive von der ersten Minute an.
Allerdings gelang es nicht, das Gerüst der Mannschaft zusammenzuhalten. In der Sommerpause verließen Schlüsselspieler den Verein: der defensive Mittelfeldspieler Erlis Gjemaili (35 Spiele in der kosovarischen Liga 2025/26), Verteidiger Besir Iseni (34 Einsätze) und Stürmer Khalid Basit (24 Partien). Als Ersatz wurden ausschließlich einheimische Spieler verpflichtet, die jedoch zunächst auf der Bank Platz nahmen, während ehemalige Reservisten in die Startelf rutschten. Die Ergebnisse verschlechterten sich umgehend. In zwei Testspielen blieb Dukagjini sieglos und kassierte zudem eine Niederlage im Hinspiel gegen Lugano (0:1) in der Conference League. Die „Weiß-Grünen“ überließen dem Gegner die Initiative, hatten nur 28% Ballbesitz und erlaubten dem Gegner Torchancen im Wert von 2,47 erwarteten Toren (xG). Auffällig: Einer der Neuzugänge, Arvanit Rexhaj, sah in jenem Spiel die Rote Karte, und die Spieler, die in der Offensive ihr Vertrauen erhielten, blieben blass.
In der Saison 2024/25 erreichte Lugano das Achtelfinale der Conference League und glaubte wohl, dass dies der Beginn einer erfolgreichen Ära im Europapokal sei. Doch die folgende Saison verpasste die Mannschaft aufgrund einer Heimniederlage gegen Celje (0:5) in der Qualifikation. Der neue Anlauf verspricht erfolgreicher zu werden. In der Sommerpause hielt der Klub sein Gerüst vollständig zusammen und verkaufte nur jene Spieler, die die meiste Zeit auf der Bank saßen oder nur eingewechselt wurden. Beispiele sind der wenig kreative zentrale Mittelfeldspieler Mohamed Belhadj Mahmoud (30 Spiele) oder der torungefährliche Stürmer Georgios Koutsias (6 Tore, 3 Vorlagen in 31 Spielen). Als Ersatz wurde eine ähnliche Anzahl an Neuzugängen verpflichtet, allesamt junge Spieler (der älteste ist 24), die sofort auf die Bank gesetzt wurden.
Das eingespielte Gerüst startete furios in die Saison. In Testspielen gab es nur eine Niederlage in fünf Partien bei drei Siegen, und man holte sowohl das erste Spiel in der Conference League als auch den Auftakt in der Schweizer Meisterschaft. Gegen Dukagjini (1:0) erspielten sich die Spieler fast drei erwartete Tore, verwerteten aber nur eine Chance. Trainer Mattia Croci-Torti betonte, dass seinen Schützlingen einfach die Präzision im Abschluss gefehlt habe. Den Grund dafür sah der Trainer ebenfalls im Saisonstart und dem Aufbau der Topform. Im nationalen Meisterschaftsspiel kamen die Tore dann jedoch. Aus 2,03 xG gegen Vaduz (2:1) wurden tatsächlich zwei Treffer. Daher ist im Rückspiel des Europapokals mit einem selbstbewussteren Offensivspiel zu rechnen. Zudem ist Lugano bei Standardsituationen gefährlich. Beide Tore gegen Vaduz wurden von Verteidigern erzielt.
Dukagjini4-4-2
Lugano4-2-3-1Prognosen zum Spiel Dukagjini gegen Lugano erscheinen bald.
Das Spiel findet am 29. Juli 2026 um 16:30 Uhr im Stadion „Hajvalia“ im Kosovo statt.
Die Redaktion empfiehlt eine Wette auf den Sieg von Lugano. Der genaue Quotewert wird nicht genannt, aber Lugano wird als Favorit angesehen.
Lugano ist der klare Favorit. Die Schweizer haben das Hinspiel 1:0 gewonnen und sind in guter Form, während Dukagjini mehrere Schlüsselspieler verloren hat.
Lugano ist in starker Form: Sie gewannen das Hinspiel, das erste Ligaspiel und zeigten in Tests nur eine Niederlage. Dukagjini hingegen blieb in zwei Tests sieglos und verlor das Hinspiel.
Ja, Dukagjini muss auf den Neuzugang Arvanit Rexhaj verzichten, der im Hinspiel die Rote Karte sah. Zudem verließen in der Sommerpause mehrere Stammspieler den Verein.