Tottenham
NewcastleAutor: Paul Fischer — Fußballexperte für EFL Cup, Champions League & Weltmeisterschaft
Ähnlich wie Spiegelbilder starten Tottenham und Newcastle in die neue Spielzeit: Beide Klubs durchlaufen einen tiefgreifenden Umbau und suchen nach ihrer Identität, während personelle Veränderungen alte Strukturen aufgebrochen haben. Wuchtige Offensivqualität trifft auf eklatante Lücken in der Defensive – jedes Duell wird so zur unberechenbaren Achterbahnfahrt. Die nächste Episode steht bevor.
Die Mannschaft von Roberto De Zerbi ruft bislang ein äußerst wechselhaftes Bild ab. In der Vorbereitung wechselten sich klare Erfolge – 2:1 gegen Chelsea, 3:0 gegen Hoffenheim – mit enttäuschenden Remis ab (jeweils 1:1 gegen Getafe und das schwache Sydney). Die alarmierenden Anzeichen mündeten im ersten Premier-League-Spiel in einen brutalen Dämpfer: Brentford überrollte die Londoner mit 3:0, was die Statistik untermauert – neun zu 26 Torschüsse und ein xG von 0,57 gegen 3,88. Zumindest im League Cup durfte De Zerbi eine bessere Formation aufbieten und ließ Charlton mit 5:1 keine Chance.
Der Hauptgrund für die schwankenden Resultate liegt im radikalen Kaderumbau: Über 300 Millionen Pfund gaben die Spurs auf dem Transfermarkt aus! Das Mittelfeld wurde mit Sandro Tonali und Mateus Fernandes verstärkt, auf dem offensiven Flügel kam Savinho, der in seinem Debüt gleich traf. Hinzu gesellte sich ein weiterer Ex-City-Profi, Omar Marmush. Auch die Defensive wurde umgekrempelt: Cristian Romero und Jed Spence wurden verkauft, Keeper Vicario verliehen; Jan Paul van Hecke, Andrew Robertson und Marcos Senesi sollen nun für Stabilität sorgen. Die logische Folge: Der Mannschaft fehlt es nach dem Rundumschlag an Abstimmung und Automatismen.
Der Sommer an der Tyne war regelrecht stürmisch: Nur wenige Wochen vor Saisonstart verließ Eddie Howe überraschend den Klub, um eine Auszeit zu nehmen. Als Notlösung übernahm Matthias Jaissle das Ruder. Unter dem neuen Coach hakte es in den Testspielen gewaltig: Zum Abschluss der Vorbereitung kassierte man Niederlagen gegen Everton (1:3) und Bayer Leverkusen (1:2) sowie ein Remis gegen Straßburg (1:1). Hauptproblem: chronische Defensivschwäche – sieben Gegentore in vier Partien. Dieser Trend setzte sich in den Pflichtspielen fort: Erst gab es ein wildes 2:2 gegen Liverpool, danach ein zitterndes 3:2 gegen West Brom im League Cup.
Der Aderlass an Leistungsträgern hat das einstige Gerüst der Magpies zerstört. Anthony Gordon zog es nach Barcelona, Tonali und Bruno Guimarães wurden abgegeben, Joelinton fällt verletzt aus. Um die entstandenen Lücken im Mittelfeld zu stopfen, verpflichtete die Klubführung Sean Stojr von Ajax und Aladj Bamba aus Monaco. Der letzte Akt zur Rettung des zerrissenen Zentrums war die Verpflichtung von Nico Gonzalez von Manchester City.
Tottenham (4-2-3-1): Kinsky – Porro, van Hecke, Senesi, Robertson – Bergvall, Tonali – Moore, Gallagher, Tel – Richarlison
Fehlen verletzt: Kudus, Odobert, Simons, Kulusevski, Sarr (alle verletzt), Maddison (fraglich)
Cheftrainer: Roberto De Zerbi
Newcastle (4-2-3-1): Hornicek – Dedic, Tschau, Botman, Hall – Stojr, Miley – Elanga, Wissa, Barnes – Voltemade
Fehlen verletzt: Joelinton, Burn, Osula (alle verletzt), Livramento (fraglich)
Cheftrainer: Matthias Jaissle
Die Partie leitet Peter Banks. In der vergangenen Saison zeigte der Unparteiische durchschnittlich 3,91 Gelbe Karten bei 22,41 Fouls pro Spiel. In 22 Premier-League-Einsätzen schickte er vier Spieler vom Platz und entschied sechsmal auf Strafstoß. Sein bisher einziger Einsatz dieser Spielzeit – Brighton gegen Aston Villa – endete mit fünf Gelben und einer Roten Karte.
Eine Hauptprognose: Die League-Cup-Auftritte beider Teams geben keinen echten Aufschluss, da jeweils rotiert wurde. Blickt man auf den ersten Premier-League-Spieltag, fällt auf: Tottenham kontrollierte zwar den Ball (59 % Ballbesitz), kassierte aber immer wieder tödliche Konter. Genau dieser vertikale Stil liegt auch Newcastle, das Liverpool zweimal auf ähnliche Weise erwischte (2:2). Hinzu kommt die starke Auswärtsbilanz der Magpies – in den letzten sieben Duellen in Tottenham verloren sie nur zweimal. Daher: Newcastle bleibt ungeschlagen (Quote 1,65).
Tipp auf die Toranzahl: Die historischen Begegnungen sprechen eine klare Sprache. In 61 Premier-League-Partien gab es noch nie ein torloses Remis, und in elf der letzten 14 Duelle fielen mindestens drei Treffer. Auch der Saisonstart beider Teams war torreich, und die schwachen Abwehrreihen sprechen für sich. Die Wette auf über 2,5 Tore (Quote 1,68) erscheint als logischste und solideste Wahl.
Die Redaktionsprognose dient ausschließlich zu Informationszwecken und ist keine konkrete Handlungsempfehlung. Jeder Nutzer sollte vor einer Wettentscheidung eine eigene Analyse durchführen.
Tottenham4-2-3-1
Newcastle4-2-3-1Prognosen zum Spiel Tottenham – Newcastle erscheinen bald.
Das Spiel der Premier League zwischen Tottenham und Newcastle findet am 29. August 2026 um 18:30 Uhr im Tottenham Hotspur Stadium statt.
Bei Tottenham fehlen verletzt: Kudus, Odobert, Simons, Kulusevski und Sarr; Maddison ist fraglich. Newcastle muss auf Joelinton, Burn und Osula verzichten; Livramento ist fraglich.
Der Review empfiehlt zwei Wetten: Newcastle bleibt ungeschlagen (Quote 1,65) und über 2,5 Tore im Spiel (Quote 1,68).
Beide Teams durchlaufen einen Umbruch und zeigen schwankende Leistungen. Tottenham verlor zum Auftakt 0:3 gegen Brentford, Newcastle spielte 2:2 gegen Liverpool. Die Defensiven beider Mannschaften gelten als anfällig.