Torpedo Moskau
WolgaDer Start in die neue Saison hätte für die beiden Kontrahenten unterschiedlicher kaum verlaufen können. Torpedo Moskau sicherte sich einen wertvollen Auswärtserfolg in Jekaterinburg, überstand den Druck des „Ural“ und nahm drei Punkte mit nach Hause. Volga Uljanowsk hingegen stand kurz vor einem positiven Ergebnis in einer ausgeglichenen Partie gegen „Jenissei“, blieb am Ende aber punktlos. Die Frage ist nun: Können die Schützlinge von Michail Below die Moskauer für die Niederlage im Sommertestspiel vor einem Monat revanchieren?
Torpedo startete mit einem eminent wichtigen 1:0-Sieg gegen „Ural“ in die Meisterschaft. Dieser Dreier ist von besonderem Wert, gilt Jekaterinburg doch als einer der Hauptkonkurrenten im Aufstiegskampf. Inhaltlich überragten die Gäste ihren Gegner jedoch nicht: Sie unterlagen bei den Großchancen (3:5) und im xG-Wert (0,56 zu 1,36), nutzten aber eine ihrer wenigen Gelegenheiten eiskalt.
Die Mannschaft von Alexander Storoschuk wählte eine kluge Taktik: Sie überstand den anfänglichen Druck, verengte die Räume und zwang den Gegner zu Distanzschüssen und Flanken. Etwas Glück war auch dabei – ein Lattentreffer rettete die Moskauer –, doch insgesamt agierte die Defensive sehr organisiert. Torpedo überließ bewusst das Feld, setzte auf eine Tempoverschleppung nach der Pause und erzielte den entscheidenden Treffer erst in der Nachspielzeit nach einer Ecke. Die Fähigkeit, zu leiden und aus seltenen Chancen das Maximum herauszuholen, könnte sich auf die lange Distanz als einer der größten Vorteile dieser Mannschaft erweisen.
Volga begann die Saison mit einer 1:2-Heimniederlage gegen „Jenissei“. Der Endspiegel spiegelt den Spielverlauf nicht vollständig wider: Die Teams lagen in den Kernwerten eng beieinander – der xG betrug 1,26 zu 1,56, und bei den Torschüssen hatten die Uljanowsker sogar die Nase vorn (13:12). Entscheidend war die Effizienz im Angriff, wo die Sibirier abgeklärter wirkten.
Die Mannschaft von Michail Below startete aktiv, versuchte durch Pressing und Flügelvorstöße ihr Tempo aufzudrücken. Im letzten Drittel fehlte es jedoch an Präzision und unkonventionellen Lösungen. Zweimal bestrafte sich Volga selbst durch grobe Fehler in der Positionsverteidigung. Nach der Pause übernahmen die Gastgeber die Initiative: Sie hatten viel Ballbesitz, brachten den Ball regelmäßig in den gegnerischen Strafraum und erspielten sich mehrere Ecken. Doch die Hektik in der Abschlussphase verhinderte, dass aus dem Druck echte Torgefahr wurde. Die Mannschaft hat Potenzial, doch der Trainerstab muss die Umschaltbewegungen und die Variabilität beim Knacken einer kompakten Abwehr verbessern.
Torpedo Moskau (4-4-2): Soldatenko – Schewtschenko, Bosow, Borodin, Kornjuschin – Kamara, Pogossow, Moskwitschow, Berkowski – Juschin, Kaschtanow
Volga Uljanowsk (4-4-2): Baburin – Kowaljow, Chabibullin, Ibragimow, Stepanow – Folmer, Kostin, Kasjanow, Saplinow – Nowikow, Stepanow
Der Unparteiische aus der Moskauer Schiedsrichterschule zeichnet sich durch einen kühlen Ansatz aus, der auf strikter Disziplin und der Fähigkeit beruht, Emotionen auf dem Platz zu ersticken. In der vergangenen Saison zeigte er im Schnitt 4,38 gelbe Karten und pfiff 29,71 Fouls pro Spiel.
Hauptprognose: Sieg Torpedo Moskau (Quote 1,58)
Torpedo geht als Favorit in die Partie. Im ersten Spieltag zeigten die Moskauer ein hohes Maß an Organisation, überstanden den starken Druck von „Ural“ – einer Mannschaft, die vom Kader her deutlich stärker ist als Volga. Die Schützlinge von Alexander Storoschuk agierten klug ohne Ball und nutzten eine seltene Chance in der Schlussphase. Ein zusätzliches Argument ist das jüngste Aufeinandertreffen: Vor weniger als einem Monat besieg
Torpedo Moskau4-4-2
Wolga4-4-2Ich setze auf einen klaren Sieg von Torpedo Moskau gegen Wolga Uljanowsk. Der Saisonstart der Gastgeber war überzeugend, besonders der Auswärtserfolg in Jekaterinburg gegen das heimstarke Ural. Wolga hingegen enttäuschte im ersten Spiel gegen Jenissej Krasnojarsk sowohl spielerisch als auch vom Ergebnis. Hinzu kommt die Statistik: Torpedo gewann die letzten beiden direkten Duelle. Ich sehe keine Anhaltspunkte, die für eine Überraschung sprechen – Wolga wird in dieser Verfassung auswärts chancenlos sein. Daher ist die klare Siegwette auf Torpedo die logische und attraktive Wahl.
Ich rate, keine komplizierten Alternativen zu suchen. Torpedo ist auf Betriebstemperatur und wird den Lauf fortsetzen. Einzig der Sieg der Moskauer kommt für mich infrage.