Schott Mainz
Borussia MönchengladbachAutor: Christian Herrmann — Fußballexperte für Serie B, Superliga, Série B, U19-Frauen-EM, Qualifikation, Veikkausliiga
Meistens verlaufen Duelle zwischen Bundesligisten und unterklassigen Teams in den ersten Runden des DFB-Pokals ohne große Überraschungen – der Favorit setzt sich erwartungsgemäß durch. Doch die Partie des fünftklassigen TSV Schott Mainz gegen Borussia Mönchengladbach birgt durchaus ein gewisses Überraschungspotenzial. Der Gastgeber ist mit drei Siegen aus vier Ligaspielen in die neue Saison gestartet, erzielt dabei im Schnitt mindestens zwei Treffer pro Partie und wirkt bereit, für eine kleine Sensation zu sorgen.
Schott Mainz beendete die vergangene Spielzeit in der Regionalliga (4. Liga) als drittschlechteste Mannschaft und musste den Gang in die Oberliga (5. Liga) antreten. Mit durchschnittlich 2,4 Gegentoren pro Partie stellte das Team eine der anfälligsten Defensiven der Liga. Im Sommer folgten tiefgreifende, aber nicht immer nachvollziehbare Veränderungen. Neuer Trainer ist Sascha Meeth, der zuvor die U19 des FSV Mainz 05 betreute. Gleichzeitig trennte sich die Vereinsführung von nahezu der gesamten Offensivabteilung: Die offensiven Mittelfeldspieler Etienne Portmann (2 Tore, 12 Vorlagen in 30 Spielen der Saison 2025/26), Johannes Gansmann (3 Tore in 23 Partien) und Daniel Boll (21 Einsätze), Linksaußen Dennis de Souza Elsner (7 Tore, 2 Vorlagen in 33 Spielen) sowie Stürmer Jakob Roden (6 Tore, 2 Vorlagen in 34 Partien) verließen den Klub.
In der ohnehin schon schwachen Defensive gab es dagegen nur eine nennenswerte Umstellung: Linksverteidiger Alexander Rimoldi (27 Spiele) wurde durch Karim Zegli ersetzt, der ebenfalls aus der Oberliga kommt. Erschwerend kam hinzu, dass Schott unter dem neuen Coach kein einziges Testspiel bestritt. Drei Monate nach dem Ende der Vorsaison startete die Mannschaft dennoch überraschend erfolgreich in die neue Spielzeit. In vier Oberliga-Partien gab es nur ein Unentschieden, dazu deutliche Erfolge gegen Engers (3:1), Cosmos Koblenz (4:1) und Ahrweiler (3:0) – allesamt keine hoffnungslosen Außenseiter. Der letzte Auftritt von Schott im DFB-Pokal datiert aus der Saison 2024/25, als man in der ersten Runde zu Hause mit 0:2 gegen die damalige Zweitligamannschaft Greuther Fürth verlor.
Die „Fohlen“ beendeten die vergangene Bundesliga-Saison auf dem 12. Tabellenplatz. Die Ambitionen des Klubs liegen deutlich höher, weshalb man im Sommer eine Verstärkung des Kaders erwartete. Stattdessen verließen jedoch Schlüsselspieler den Verein: Innenverteidiger Nico Elvedi (2 Tore, 3 Vorlagen in 36 Spielen der Saison 2025/26) sowie die Mittelfeldakteure Rocco Ritz (4 Vorlagen in 34 Partien) und Giovanni Reyna (20 Einsätze) gingen. Die entstandenen Lücken wurden mit internen Optionen gestopft. Nennenswerte Neuzugänge gab es nicht – die Transfers dienten vor allem der Kaderverbreiterung. Dennoch verlief die Vorbereitung unter Eugen Polanski trotz der fehlenden Großinvestitionen äußerst erfolgreich.
In sechs Testspielen des Sommers feierte Gladbach sechs Siege. Zwar war die Gegnerqualität nicht durchgehend hoch, doch die Art und Weise, wie die Mannschaft auftrat, lässt aufhorchen. Gegen unterklassige Teams wie SpVg. Spelle-Venhaus (6:2), Wuppertaler SV (6:0) oder den VfB 03 Hilden (8:0) gab es klare Erfolge. Auch gegen stärkere Gegner überzeugte die Mannschaft, etwa beim 2:1 gegen die Aston Villa. In dieser Partie kamen die Neuzugänge zum Einsatz: der 19-jährige Jan Leschinski und der 27-jährige Daiki Hashioka. Leschinski absolvierte vier Testspiele, Hashioka drei – beide haben sich bereits gut integriert und wirken defensiv stabil. Besonders hervorzuheben ist die Form von Stürmer Tim Kleindienst, der die gesamte vergangene Saison verletzt fehlte und nun gegen Villa einen Doppelpack erzielte. Im DFB-Pokal zeigt Gladbach traditionell starke Leistungen: In den letzten vier Austragungen gab es in der ersten Runde keine einzige Niederlage, und die Mannschaft erzielte dabei mindestens drei Tore pro Partie.
TSV Schott Mainz (4-2-3-1): Schulz – Schwarz, Gans, Robotta, Zegli – Mayrose, Messina – Rudi, Horozovic, Park – El-Mahaui Es fehlen: keine Trainer: Sascha Meeth
Borussia Mönchengladbach (4-2-3-1): Nicolas – Hashioka, Dieks, Leschinski, Ullrich – Sander, Stöger – Matino, Bolin, Hack – Kleindienst Es fehlen: Konoply, Kastrop, Kwankara (alle verletzt), Chiarodia, Honorat (beide fraglich) Trainer: Eugen Polanski
Hauptprognose: Trotz des Trainerwechsels und der fehlenden Transfers in der anfälligen Defensive ist Schott Mainz gut in die Oberliga-Saison gestartet. Die drei Siege aus vier Spielen sind jedoch vor allem dem Umstand geschuldet, dass die Mannschaft vom Niveau her eher in die Regionalliga gehört – Tore fallen daher leicht. Gegen einen Bundesligisten wird es jedoch deutlich schwerer. Gladbach hat eine beeindruckende Vorbereitung mit sechs Siegen in sechs Partien hingelegt, die Neuzugänge in der Abwehr erfolgreich integriert und gezeigt, dass unterklassige Gegner keine Probleme bereiten. In den vergangenen vier Pokalrunden fegte die Borussia Teams wie Oberachern (9:1) und Bersenbrück (7:0) aus dem Wettbewerb – beide ebenfalls aus der Oberliga. Da zudem Kapitän Tim Kleindienst nach einer verletzungsbedingten Durststrecke hungrig auf Tore ist, bietet sich eine klare Prognose an: Sieg von Borussia Mönchengladbach mit einem Handicap von -4,5 Toren (Quote 2,00).
Torwette: Dass Gladbach treffen wird, steht außer Frage. Die Klasse des Bundesligisten ist deutlich höher, und der Schnitt von rund 4,5 Toren in den Testspielen untermauert dies. Doch auch die Hausherren können auf einen eigenen Treffer hoffen. In ihrer Liga erzielt Schott im Schnitt drei Tore pro Partie, und die zusätzliche Motivation, sich gegen einen prominenten Gegner zu beweisen, wird die Mannschaft nach vorne treiben. Daher lautet die zweite Wette: Beide Teams treffen – Ja (Quote 2,75).
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Schott Mainz3-5-2
Borussia Mönchengladbach4-2-3-1
Die Partie wird am 23. August 2026 um 15:30 Uhr ausgetragen. Der genaue Austragungsort ist im Text nicht genannt, es handelt sich jedoch um ein Heimspiel für Schott Mainz.
Borussia Mönchengladbach ist der klare Favorit. Die Prognose lautet auf einen Sieg der 'Fohlen' mit einem Handicap von -4,5 Toren (Quote 2,00), basierend auf ihrer starken Vorbereitung und den früheren hohen Pokalsiegen gegen Oberligisten.
Schott Mainz startete mit drei Siegen aus vier Spielen in die Oberliga-Saison. Gladbach hingegen gewann alle sechs Testspiele im Sommer, darunter deutliche Erfolge gegen unterklassige Teams und ein 2:1 gegen Aston Villa.
Schott Mainz verlor fast die gesamte Offensive aus der Vorsaison. Bei Gladbach fehlen die verletzten Konoply, Kastrop und Kwankara, zudem sind Chiarodia und Honorat fraglich. Die Neuzugänge Leschinski und Hashioka haben sich gut integriert.
Die Hauptwette ist ein Sieg von Borussia Mönchengladbach mit einem Handicap von -4,5 Toren (Quote 2,00). Eine zusätzliche Torwette lautet 'Beide Teams treffen – Ja' (Quote 2,75), da Schott Mainz in der Oberliga im Schnitt drei Tore pro Spiel erzielt.
In den letzten vier Austragungen verlor Gladbach in der ersten Runde kein Spiel und erzielte dabei mindestens drei Tore pro Partie. Beispiele sind die 9:1- und 7:0-Siege gegen andere Oberligisten.