Leningradez
UralDie ersten Spieltage haben bereits die unterschiedlichen Aufgabenstellungen der Teams offenbart. Der FK Leningradez hat noch nicht zu seinem Spiel gefunden und muss sich erst an das Niveau der zweiten Liga gewöhnen, während der Ural Jekaterinburg nach einem holprigen Start durch einen überzeugenden Sieg schnell wieder Selbstvertrauen getankt hat. Kann der Aufsteiger im Duell mit dem Aufstiegsaspiranten seine ersten Punkte einfahren?
Der FK Leningradez scheint noch nicht bereit für die Herausforderungen der zweiten Liga. Nach den ersten beiden Spieltagen verdichtet sich der Eindruck, dass die Mannschaft von Trainer Alexander Schmarko eine schwere Saison im Abstiegskampf vor sich hat. Das Team startete mit zwei Niederlagen: einem 0:3 gegen Ufa und einem 0:2 gegen Schinnik Jaroslawl. In Jaroslawl war die Partie lange Zeit ein zähes Ringen, doch nach der Pause konnte Leningradez dem vorgegebenen Tempo nicht mehr standhalten und kassierte in der Schlussphase zwei Gegentreffer. Das Endergebnis spiegelte das Geschehen auf dem Platz wider: Man unterlag in den erwarteten Toren (xG) mit 0,4 zu 1,56 und bei den Großchancen mit 1:5.
Noch alarmierender ist die Situation in der Offensive. In zwei Spielen gelang noch kein Treffer, und im letzten Spiel gab man nur einen einzigen Torschuss auf das gegnerische Gehäuse ab. Die Sperre von Mittelstürmer Perschin wirkte sich negativ aus, zudem zeigt sich eine schwierige Integration der Neuzugänge. Die Probleme beschränken sich nicht nur auf die Chancenkreation. Im Spielverlauf ist deutlich zu erkennen, dass es dem Kollektiv schwerfällt, die nötige Intensität über die gesamten 90 Minuten aufrechtzuerhalten. Schmarko steht vor einer großen Aufgabe bei der Verbesserung der Mannschaftsorganisation, denn schon jetzt ist klar, dass Leningradez in nahezu allen Bereichen zulegen muss, um in der zweiten Liga bestehen zu können.
Nach zwei Spieltagen hat Ural drei Punkte auf dem Konto, und der Start hinterlässt einen eher positiven Eindruck. Die Mannschaft aus Jekaterinburg begann die Saison mit einer überraschenden Heimniederlage gegen Torpedo Moskau (0:1), rehabilitierte sich aber im folgenden Spiel unter Trainer Sergei Juran eindrucksvoll mit einem 3:0-Kantersieg gegen Jenissei Krasnojarsk. In Jekaterinburg übertrafen die „Bienen“ ihre Gegner deutlich in Bewegung und Intensität und setzten sich nach der Pause auch physisch gegen die Sibirier durch.
Der Vorteil war nicht nur optischer Natur: Die Gastgeber übertrafen den Gegner im xG-Wert mit 1,82 zu 1,02, und drei von vier Torschüssen aufs Tor führten zu Treffern. Diese hohe Effizienz im Abschluss war ein Grund für den deutlichen Erfolg. Wichtig ist auch, dass Ural in beiden Startpartien hinsichtlich Geschwindigkeit und Arbeitsaufwand die Nase vorn hatte. Das Team formiert sich noch, da der Verein die Transferperiode noch nicht abgeschlossen hat. Kürzlich wurde die Rückkehr von Wladislaw Karapusow bekannt gegeben, der erneut auf Leihbasis von Nischni Nowgorod für Jekaterinburg spielen wird. Die Vereinsführung beabsichtigt, weiter an der Verstärkung des Kaders zu arbeiten, sodass das Potenzial der „Bienen“ noch lange nicht ausgeschöpft ist.
Leningradez (4-2-3-1):
Ural Jekaterinburg (3-4-2-1):
Die Partie wird von Oleg Schuravlew geleitet. Dieser Unparteiische neigt nicht dazu, die Spieler durch mündliche Ermahnungen zu beruhigen, sondern zieht es vor, die Kontrolle über das Spiel durch frühe Verwarnungen zu behalten. In der vergangenen Saison zeigte er durchschnittlich 3,89 gelbe Karten und pfiff 25 Fouls pro Spiel. Im ersten Spieltag leitete er die Begegnung zwischen Arsenal Tula und Tekstilschtschik Iwanowo, in der er bei 24 Regelverstößen vier „Gelbe“ verteilte.
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Leningradez4-2-3-1
Ural4-3-2-1Das Spiel ist beendet. Die Abgabe von Prognosen ist geschlossen.