Krischow
MainzAutor: Christian Herrmann — Fußballexperte für Serie B, Superliga, Série B, U19-Frauen-EM, Qualifikation, Veikkausliiga
Der DFB-Pokal startet in die neue Runde, und erstmals in seiner Vereinsgeschichte ist ein Name auf der Teilnehmerliste zu finden: der FSV Krieschow. Der Underdog aus der fünfthöchsten deutschen Spielklasse (Oberliga Nordost Süd) gibt sein Pokaldebüt – und die Aufgabe könnte kaum schwerer sein. Mit Mainz 05 steht ein gestandener Bundesligist gegenüber, der seinen Kader über den Sommer nahezu komplett zusammenhielt und in der Vorbereitung kein einziges Match verlor. Bleibt die Frage, ob der Außenseiter dem Favoriten irgendetwas entgegensetzen kann.
Der FSV Krieschow beendete die Saison 2025/26 in der Oberliga mit satten 25 Punkten Rückstand auf den Meister – ein Aufstieg in die Regionalliga war nie in Sicht. Auch im neuen Spieljahr deutet wenig auf eine Besserung hin. Grund dafür sind massive Abgänge in der Defensive: Die Stammkräfte Luca Grimm (30 Einsätze), Philipp Knechtel (24 Spiele) und Jannis Fuchs (20 Partien) verließen den Klub im Sommer. Zudem zog mit Steve Žižka (3 Tore, 4 Vorlagen in 29 Partien) einer der kreativsten Köpfe des Teams weiter. Die Lücken in der Hintermannschaft blieben ungestopft – zwei neuverpflichtete Verteidiger sind mit unter 22 Jahren noch grün hinter den Ohren.
Die Folgen zeigten sich bereits in der Vorbereitung: Ein 0:6 gegen den Regionalligisten Altglienicke war ein erstes Alarmsignal. In den beiden ersten Oberliga-Partien setzte es Niederlagen gegen Sandersdorf (1:3) und Meuselwitz (0:1). Die Abwehr wirkt chaotisch und abgestimmt. Hinzu kommt die Rote Karte für den Neuzugang Victor Habermann im letzten Spiel sowie der Ausfall von Stammtorhüter Sebastian Mellack (34 Spiele 2025/26). All das spricht nicht dafür, dass der Pokal-Neuling dem Bundesligisten Paroli bieten kann.
Mainz 05 schloss die vergangene Bundesliga-Saison auf Platz 10 ab und erreichte das Viertelfinale der Conference League. Der Kader blieb fast unverändert – die Abgänge von Routinier Daniel Batz (21 Spiele, 27 Gegentore) und des torarmen Stürmers Nelson Weiper (2 Treffer in 34 Partien) wiegen nicht schwer. Einziger schmerzlicher Verlust ist der Verkauf des Vizekapitäns und Rechtsverteidigers Nikolas Veratschnig (31 Einsätze).
Die Mannschaft von Trainer Urs Fischer zeigte in der Vorbereitung eine beeindruckende Siegesserie. Von acht Testspielen gewannen die Nullfünfer sieben, lediglich gegen Udinese (3:3) gab es ein Remis. Besonders die Kantersiege gegen unterklassige Teams wie Pfeddersheim (11:0) und Eisbachtal (10:0) unterstreichen die Dominanz. Doch auch gegen stärkere Gegner wusste Mainz zu gefallen: Der Zweitligist Kaiserslautern wurde mit 4:1 abgefertigt, Holstein Kiel mit 3:0, und selbst Bournemouth aus der Premier League unterlag mit 2:1. In der Startelf gegen die Engländer stand mit Fabio Gruber lediglich ein Neuzugang – der Innenverteidiger hat sich bereits integriert und traf im Test gegen Paris (4:0). Zudem zeigt die Pokalhistorie: Mainz hat in den vergangenen fünf Jahren stets die erste Runde überstanden und dabei nur drei Gegentore kassiert.
Krieschow (4‑2‑3‑1): Fitz – Gerstmann, Bittroff, Habermann, Dressler – Palow, Raak – Krautz, Zurawski, Michalski – Hebler Es fehlen: Mellack, Pflug (beide verletzt) Cheftrainer: Robert Koch
Mainz (3‑5‑2): Zentner – Kohr, da Costa, Gruber – Widmer, Sano, Amiri, Son, Mwene – Tietz, Becker Es fehlen: Martel, Nebel, Silas, Hollerbach (alle verletzt) Cheftrainer: Urs Fischer
Manche Wettanbieter wagen gar keine Quote für einen Mainzer Sieg mehr – so klar liegt die Sache auf dem Papier. Krieschow hat im Sommer seine Abwehrleader verloren, nicht adäquat nachjustiert und setzt auf unerfahrene Jungspieler. Der Verein hat keinerlei Pokalerfahrung, die Form ist miserabel (zwei Pleiten zum Oberliga-Start, ein 0:6 gegen einen Viertligisten). Mainz hingegen präsentiert sich in blendender Verfassung, hat seine Stammelf zusammengehalten und in der Vorbereitung unterklassige Gegner mit 21:0 Toren abgeschlachtet.
Haupttipp: Sieg Mainz mit Handicap (-7) – Quote 1.88 Die logische Schlussfolgerung: Der Klassenunterschied ist eklatant, der Underdog ohne defensive Stabilität. Es spricht alles für eine einseitige Angelegenheit.
Zusatztipp: Individuelles Tor Krieschow unter 0,5 – Quote 1.44 In drei der letzten fünf ersten Pokalrunden hielt Mainz die Null – damals gegen Zweit- und Drittligisten. Im Sommer ließen die Rheinhessen auch Pfeddersheim und Eisbachtal keine Chance, deren Niveau mit Krieschow vergleichbar sein dürfte. Die Dreierkette der Gäste macht es dem Außenseiter extrem schwer, einen Treffer zu erzielen.
Die Redaktionsprognose dient ausschließlich zu Informationszwecken und ist keine konkrete Handlungsempfehlung. Jeder Nutzer sollte vor einer Wettentscheidung eine eigene Analyse durchführen.
Krischow4-2-3-1
Mainz3-5-2
Das Spiel beginnt am 23. August 2026 um 15:30 Uhr. Austragungsort ist das Stadion von Krieschow.
Mainz 05 ist der klare Favorit. Als Bundesligist mit einer starken Vorbereitung und einer eingespielten Mannschaft steht ihnen ein Pokal-Debütant aus der fünften Liga gegenüber.
Krieschow ist schwach in Form: Sie verloren beide Oberliga-Spiele zum Saisonstart (1:3 gegen Sandersdorf, 0:1 gegen Meuselwitz) und kassierten in der Vorbereitung ein 0:6 gegen Altglienicke. Mainz dagegen gewann sieben von acht Testspielen, darunter Kantersiege wie 11:0 gegen Pfeddersheim und 10:0 gegen Eisbachtal.
Stammtorhüter Sebastian Mellack (34 Spiele 2025/26) fällt verletzt aus, ebenso wie Pflug. Zudem ist Neuzugang Victor Habermann nach einer Roten Karte gesperrt.
Der Haupttipp ist ein Sieg von Mainz mit einem Handicap von -7 (Quote 1.88). Der Zusatztipp lautet, dass Krieschow unter 0,5 Tore bleibt (Quote 1.44), da Mainz in der Defensive stabil ist und bereits in früheren Pokalrunden oft zu null gespielt hat.