Borussia Dortmund
HamburgAutor: Stefan Becker — Fußballexperte für osteuropäische und australische Ligen
Die Schwarz-Gelben starten in die neue Bundesliga-Saison – und das nach einer enttäuschenden Niederlage im Supercup gegen Bayern München (1:2). Nico Kovacs Mannschaft gilt als Macht im eigenen Stadion, doch die Formkurve zeigt leichte Unebenheiten, und die Defensive hat mit Personalsorgen zu kämpfen. Der HSV hingegen feierte einen souveränen 3:0-Erfolg im DFB-Pokal gegen Verl. Die Frage ist: Reicht das, um dem Druck der Dortmunder Südtribüne standzuhalten?
Die Vorbereitung der Dortmunder verlief mit gemischten, aber tendenziell positiven Ergebnissen. Die ersten beiden Testspiele fanden noch ohne den Großteil der Nationalspieler statt. Nach der Rückkehr der Stammkräfte steigerte sich das Team von Nico Kovac kontinuierlich. Auf eine 0:1-Pleite gegen Cerezo Osaka folgte ein 1:0-Sieg über Tokio. Die aussagekräftigsten Partien waren jedoch der 3:2-Erfolg gegen den englischen Meister Arsenal und das 2:2-Unentschieden gegen die Roma.
Ein wiederkehrendes Muster: Die Borussia startet schwach in die Begegnungen. Gegen die Roma kassierte man zwei Gegentore in den ersten zehn Minuten, und auch im Supercup gegen die Bayern geriet man früh mit 0:2 in Rückstand. Die Abwehrprobleme werden durch die Ausfälle von Nico Schlotterbeck und Emre Can zusätzlich verschärft.
Im Sommer setzte der BVB gezielt auf Verjüngung und mehr taktische Flexibilität. Die auffälligsten Neuzugänge sind der 19-jährige Innenverteidiger Joah Gadou aus Salzburg, Mittelfeldspieler Joey Veerman von der PSV sowie die beiden Griechen Karetsas und Konstantelias, die den Abgang von Brandt und Adeyemi in der Offensive kompensieren sollen. Besonders bemerkenswert: Gadou und Karetsas haben sich sofort einen Stammplatz erkämpft und standen sowohl in den letzten Tests als auch im Supercup in der Startelf.
Die Vorbereitung des HSV verlief überzeugend, wobei die Schlussphase besonders hervorstach. Das Team von Merlin Polzin beendete die Testspielreihe mit einem 2:1-Auswärtssieg gegen Toulouse. In dieser Partie legten die Hamburger früh vor, ließen die Franzosen dann ausgleichen, steigerten sich aber in der Schlussphase und erzielten den Siegtreffer. Dieses Spiel diente als Generalprobe unter fast ernsten Bedingungen.
Im ersten Pflichtspiel der Saison gelang ein ungefährdeter 3:0-Sieg gegen Verl im DFB-Pokal. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit traf der HSV kurz vor der Pause und legte direkt nach Wiederanpfiff zwei Treffer nach. Herausragend war Albert Grønbæk mit einem Doppelpack. Der Klub räumte jedoch ein, dass man in den Anfangsminuten gegen Verl defensive Schwierigkeiten hatte – das Ergebnis täuscht daher über die tatsächliche Leistung hinweg. Zudem zog sich die Mannschaft nach dem dritten Tor bewusst zurück, um die Abwehrarbeit für das Auswärtsspiel in Dortmund zu testen.
Der Fokus des HSV im Sommer lag auf quantitativer Verstärkung. Zu den Schlüsseltransfers gehören Mittelfeldspieler Amoako und der nun fest verpflichtete Grønbæk. Im August kamen zwei weitere wichtige Spieler: Innenverteidiger Bornauw wurde von Leeds ausgeliehen, Stürmer Moffi wechselte von Nizza nach Hamburg. Da Moffi jedoch erst das Training aufgenommen hat, wird er kaum sofort Einfluss nehmen können. Besonders schwer wiegen die Verletzungen von drei Abwehrspielern: Torunarigha, Omari und Muhaim. Im Pokal setzte Polzin bereits auf Bornauw in der Dreierkette, neben ihm agierte Nanja – diese Formation wird auch in Dortmund erwartet.
Borussia Dortmund (3-4-3): Kobel – Gadou, Anton, Mané – Ryerson, Bellingham, Nmecha, Svensson – Karetsas, Konstantelias, Guirassy
Ausfälle: Schlotterbeck, Can (beide verletzt)
Cheftrainer: Nico Kovac
Hamburger SV (3-4-3): Tangvik – Kapaldo, Bornauw, Nanja – Djatta, Sambi-Lokonga, Remberg, Lemke – Grønbæk, Adeylin, Daka
Ausfälle: Omari, Muhaim, Ressing-Leleesiit, Sahiti (alle verletzt)
Cheftrainer: Merlin Polzin
Felix Zwayer pflegt einen ausgewogenen Stil zwischen Strenge und Großzügigkeit. In seinen letzten 20 Bundesliga-Einsätzen verteilte er durchschnittlich 4,15 gelbe Karten pro Partie und griff zweimal zur roten Karte. Der Unparteiische unterbricht das Spiel zudem relativ selten – im Schnitt pfeift er etwas mehr als 20 Fouls pro Begegnung.
Hauptprognose: Sieg Borussia Dortmund mit Handicap (-1,5) bei 1,85
Die Ausgangslage spricht deutlich für die Dortmunder, insbesondere durch den Heimvorteil. In der vergangenen Saison holte der BVB auf eigenem Platz 41 Punkte aus 17 Spielen – nur die Bayern waren hier besser. In den letzten sieben Duellen mit dem HSV sammelte die Borussia 19 von 21 möglichen Zählern. In fünf dieser Begegnungen gewann Dortmund mit mindestens zwei Toren Unterschied. Zudem hatte der HSV vor diesem Auswärtsspiel zwei Tage weniger zur Erholung. Ein Sieg der Hausherren mit einem Vorsprung von mindestens zwei Toren erscheint daher als die logische Schlussfolgerung.
Tipp auf das Torverhältnis: Individueller Toto Borussia Dortmund über 2,5 bei 2,05
Der HSV hat zwar vor der Reise nach Dortmund im Pokal gegen Verl versucht, die Defensive zu stabilisieren. Das Niveau der Gegner ist jedoch nicht vergleichbar. Die jüngsten Aufeinandertreffen mit der Borussia auf deren Platz waren aus Hamburger Sicht defensiv wenig erbaulich: In fünf der letzten sechs Auswärtsspiele gegen diesen Gegner kassierte man mindestens zwei Treffer. Hinzu kommen die verletzungsbedingten Ausfälle von zwei Abwehrspielern. All diese Faktoren sprechen für mehr als zwei Tore der Dortmunder.
Die Redaktionsprognose dient ausschließlich zu Informationszwecken und ist keine konkrete Handlungsempfehlung. Jeder Nutzer sollte vor einer Wettentscheidung eine eigene Analyse durchführen.
Borussia Dortmund3-4-3
Hamburg3-4-3Prognosen zum Spiel Borussia Dortmund – Hamburg erscheinen bald.
Das Bundesliga-Spiel findet am 29. August 2026 um 18:30 Uhr im Signal Iduna Park in Dortmund statt.
Borussia Dortmund gilt als klarer Favorit, vor allem aufgrund des Heimvorteils. Die Hauptprognose lautet auf einen Sieg der Dortmunder mit einem Handicap von -1,5 Toren bei einer Quote von 1,85.
Bei Borussia Dortmund fehlen Nico Schlotterbeck und Emre Can. Beim Hamburger SV sind Omari, Muhaim, Ressing-Leleesiit und Sahiti verletzt.
Borussia Dortmund verlor das Supercup-Spiel gegen Bayern München mit 1:2. Der HSV gewann souverän 3:0 im DFB-Pokal gegen Verl.
Der Haupttipp ist ein Sieg von Borussia Dortmund mit einem Handicap von -1,5 Toren bei 1,85. Zudem wird ein individueller Toto der Dortmunder auf über 2,5 Tore bei 2,05 empfohlen.
Die Partie wird von Felix Zwayer geleitet. Er pflegt einen ausgewogenen Stil und verteilte in seinen letzten 20 Bundesliga-Einsätzen durchschnittlich 4,15 gelbe Karten pro Spiel.