Auxerre
AngersAutor: Noah Vogel — Fußball · Virslīga
Im ersten Spieltag der neuen Ligue-1-Saison mussten sowohl Auxerre als auch Angers Niederlagen einstecken – und dennoch hinterließen beide einen durchaus vielversprechenden Eindruck. Unter ihren neuen Trainern haben die Teams die defensive Grundhaltung abgelegt und treten jetzt deutlich mutiger auf. Nun treffen sie aufeinander, erstmals vor gleichwertiger Konkurrenz, und müssen beweisen, dass ihre frische Fußballphilosophie Bestand hat.
Die Burgunder unter Will Still starteten mit einer 2:5-Heimniederlage gegen den französischen Pokal- und Supercup-Sieger Lens. Das Ergebnis täuscht allerdings über die gezeigte Leistung hinweg. Nachdem Auxerre bereits in der 35. Minute in Unterzahl geriet, dominierte es den Ball mit 54 Prozent und erzielte zwei Tore. Der Auftritt offenbarte eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit und eine gefährliche Offensive, aber auch eklatante Schwächen in der Defensive: Positionsfehler und individuelle Aussetzer der Abwehrkette waren an der Tagesordnung. Im eigenen Stadion wird die Mannschaft den Gegner von Beginn an mit intensivem Pressing unter Druck setzen und in die eigene Hälfte drängen wollen – wohl wissend, dass dabei die eigene Hintermannschaft freigelegt werden kann.
Die Personalsituation macht die Defensivsorgen nicht kleiner. Bryan Oko, Francisco Sierralta, Tellys Sive und Marvin Senaya fallen verletzt aus, Krist Makosso fehlt wegen einer Roten Karte gesperrt. Dieser Aderlass zwang den Klub, kurzfristig den defensiven Mittelfeldspieler Pierre Ekk zu leihen, der auch in der Innenverteidigung aushelfen kann. Still bleibt kaum eine Alternative zur Dreierkette um Akpa und Diomandé – der Kader bietet ihm kaum taktische Optionen. Auxerre muss im letzten Drittel extrem effizient sein, um die unvermeidlichen Defensivfehler zu kaschieren und Ballbesitz in Tore umzumünzen.
Stephan Guillys Mannschaft verlor ihr Auftaktspiel daheim gegen Lille mit 0:2. Das Ergebnis spiegelt jedoch kaum das Geschehen wider. Angers hatte 57 Prozent Ballbesitz, gab 20 Torschüsse ab (allerdings nur zwei aufs Tor) und erspielte sich einen xG-Wert von 2 – traf aber nicht. Die Elf kombiniert sich hervorragend in die Gefahrenzonen, scheitert aber regelmäßig an der mangelnden Abschlusspräzision. So verpufft die offensive Arbeit immer wieder.
Auch Angers muss personell improvisieren. Im Mittelfeld fehlen die verletzten Haris Belkebla und Louis Mouton, die dem Team die frühe Balleroberung erschweren. Auf der anderen Seite steht mit Branco van den Boomen eine wertvolle Verstärkung bereit. Der erfahrene Spielmacher wurde nach seiner Leihe vom AFC Ajax fest verpflichtet. Das kreative Potenzial des umgestellten Mittelfelds erlaubt den „Scoïstes“, Angriffe schnell einzuleiten und das Spiel auf die Flügel zu verlagern. Entscheidend werden die tiefen Bälle auf die Flügelstürmer Jim Allevinah und Amin Sbaï sein. Gelingt es den Angreifern, ihre Chancen konsequenter zu verwerten, kann Guillys Team ein offenes Spiel erzwingen und um Punkte kämpfen.
Auxerre (4-3-3): Diop – Si, Diomandé, Akpa, Oppegard – Ahamada, Piedfort, Danua – Labo-Lascari, Bair, Namasso Es fehlen: Senaya, Sive, Oko, Sierralta, Fofana, Dioussé (alle verletzt), Makosso (gesperrt) Trainer: Will Still
Angers (4-2-3-1): Lopes – Raolisoa, Camara, Lefort, Arcus – Belkdim, van den Boomen – Allevinah, Bermann, Sbaï – El-Ouazzani Es fehlen: Belkebla, Mouton, Zinga (alle verletzt) Trainer: Stéphan Guillé
Die Hauptwette: Auxerre zeigte in Runde eins trotz Unterzahl einen beeindruckenden Siegeswillen und traf zweimal gegen ein starkes Lens. Mit Rückhalt der eigenen Fans dürfte die Mannschaft von Will Still ähnlich aggressiv auftreten und ihre Torquote halten. Die defensiven Schwächen der Burgunder werden wohl nicht bestraft, weil Angers‘ Angriff derzeit zu harmlos ist. Zudem spricht die Bilanz der direkten Duelle für Auxerre: Die letzten drei Heimspiele im Stade Abbé-Deschamps gingen alle an die Gastgeber. Daher lautet der Tipp: Sieg Auxerre @ 1.95.
Torprognose: Die geschwächte Auxerre-Abwehr – gezeichnet von Verletzungen und Sperren – wird kaum ohne Fehler bleiben. Angers kombiniert sich im Mittelfeld geschickt frei und wird Lücken in der unerfahrenen Defensive finden, was mindestens einen Gegentreffer für Auxerre bedeutet. Auf der anderen Seite ist Auxerres Offensive stabil genug, um auch das Tor von Guillys Elf zu treffen. In fünf der letzten sechs Partien beider Teams gab es zudem jeweils einen Gegentor-Austausch. Deshalb zusätzlich: Beide Mannschaften treffen – Ja.
Die Redaktionsprognose dient ausschließlich zu Informationszwecken und ist keine konkrete Handlungsempfehlung. Jeder Nutzer sollte vor einer Wettentscheidung eine eigene Analyse durchführen.
Auxerre4-3-3
Angers4-2-3-1
Das Spiel findet am 29. August 2026 um 20:45 Uhr im Stade Abbé-Deschamps statt.
Laut der Analyse wird Auxerre als Favorit gesehen, mit einem Tipp auf Sieg Auxerre bei einer Quote von 1.95.
Bei Auxerre fallen Bryan Oko, Francisco Sierralta, Tellys Sive und Marvin Senaya verletzt aus, zudem fehlt Krist Makosso gesperrt.
Bei Angers fehlen die verletzten Haris Belkebla, Louis Mouton und Zinga.
Der Haupttipp lautet Sieg Auxerre, und zusätzlich wird „Beide Mannschaften treffen – Ja“ empfohlen.